1. NRW
  2. Städte
  3. Hückeswagen

Hückeswagener Verein 3-Städte-Depot schraubt wieder

Industriegeschichte in Hückeswagen : 3-Städte-Depot schraubt wieder

Die Mitglieder des Vereins für Industriegeschichte sind ab sofort wieder immer montags im Einsatz. Grundsätzlich will man die Zusammenarbeit mit der Barmag und mit dem Hückeswagener Berufskolleg intensivieren.

Jetzt ist es alles schnell gegangen. Ende Mai haben sich die Vorstandsmitglieder des 3-Städte-Depots an der Peterstraße in einem Schreiben an ihre Mitglieder gewandt, um das künftige Vorgehen im Zuge der Pandemie anzukündigen. „Die Strategie wird natürlich von der Inzidenz im Kreis bestimmt – und wir haben grundsätzlich gesagt, dass wir besondere Vorsicht über die Vorgaben hinaus walten lassen wollen“, sagt der Vereinsvorsitzende Karl-Heinz Vossenbrecher. So habe man sich aus Verantwortung für die größtenteils bereits über 65 Jahre alten Mitglieder auf zwei Wochen der zusätzlichen Wartezeit geeinigt, wenn die Inzidenz an mindestens fünf Tagen hintereinander unter 100 respektive 50 liege. Nun ist die Inzidenz jedoch bereits seit einigen Tagen unter 20, aktuell liegt sie bei 11,8. Daher hat man zum ersten Mal seit vielen Monaten am vergangenen Montag die Halle für die Mitglieder wieder geöffnet. „Ich hatte eigentlich gesagt, dass wir heute noch nicht arbeiten wollten. Ich wollte das weitere Vorgehen besprechen – und danach grillen“, sagt Vossenbrecher. Er ergänzt schmunzelnd: „Aber da hätte ich natürlich auch mit einer Maschine sprechen können.“

  • Corona-Pandemie : Inzidenz in NRW steigt weiter auf 24,0
  • Verpackte Teströhrchen in einer Teststelle.
    Corona-Zahlen im Kreis Mettmann : Die Inzidenz sinkt auf 13
  • Nur eine Neuinfektion : Sieben-Tage-Inzidenz in Düsseldorf ist einstellig

Kaum habe er das Hallentor geöffnet, seien alle direkt zu ihren jeweiligen Maschinen gegangen, um nach dem Rechten zu sehen. „Kein Wunder eigentlich, es ist schließlich eine lange Zeit gewesen, in denen absolut nichts möglich war“, sagt der Vorsitzende. In den kommenden Wochen, so es die Inzidenzen zuließen, wolle man die Halle umräumen. „Die großen Textilmaschinen, etwa von der Barmag, wollen wir von den Hallenrändern in die Mitte bringen, um sie begehbar werden zu lassen“, sagt Vossenbrecher. Außen wolle man dafür einige neue Maschinen sowie kleinere unterbringen. „Es soll auch eine Möglichkeit geben, um Filme an die Wand zu projizieren“, sagt er. Die Mitglieder könnten in die Halle kommen, wenn sie geimpft, genesen oder getestet seien. Außerdem müssten sie sich mit der Luca-App, der Corona-App oder per Eintrag in einer Liste zur Nachverfolgung registrieren. „Wir sind vorsichtig, denn wir haben schon einmal gesehen, wie eine gute Situation sich rapide wieder verschlechtert hat“, sagt Vossenbrecher.

Grundsätzlich wolle man die Zusammenarbeit mit der Barmag und mit dem Hückeswagener Berufskolleg intensivieren. „Das vor allem auch in Bezug auf die Nachwuchssuche. Denn das ist etwas, was wir in den kommenden Jahren auf jeden Fall intensivieren müssen – wir werden alle nicht jünger“, sagt der Vorsitzende. Ansonsten sei die Freude über den Neustart riesig. „Das hat man beim ersten Treffen wirklich extrem deutlich gemerkt – und das war sehr schön zu sehen“, sagt er.