Weihnachtsmarkt in Hückeswagen Die Standortverlegung kommt gut an

Hückeswagen · Bis auf ein paar wenige logistische Hürden brachte eine Umfrage unter den Besuchern und Standbetreibern nur positive Reaktionen zutage.

Bei Bäckermeister Jörg von Pohlheim gab es frische Krapfen.

Bei Bäckermeister Jörg von Pohlheim gab es frische Krapfen.

Foto: Jürgen Moll

Nicht nur die Erwachsenen kamen bei dem ersten Weihnachtsmarkt auf dem Hückeswagener Schlossplatz auf ihre Kosten. Nora (3) und Noah (5) backten am Stand der christlichen Gemeinde Stockbrot über dem glühenden Lagerfeuer und wärmten sich mit Kinderpunsch. Zuvor hatten sich schon am Fackelzug mit Nikolaus und Christkind vom Wilhelmplatz zum Schloss teilgenommen.

„Die Kinder sind zufrieden“, sagte Noras Mutter Monja Büscher. Der Radevormwalder Familie gefiel der neue Standort des Hüttenzaubers vor dem Schloss sehr gut. „Hier verläuft es sich nicht so und sieht viel voller aus“, sagte Monja Büscher. Den kurzen Fußweg vom Aldi-Parkplatz hoch zum Schlossplatz nahm die Familie dafür gerne in Kauf.

Überhaupt waren für den neuen Standort nur positive Stimmen zu hören, so wie von Gudrun und Bernhard Kirch: „Es ist traumhaft und man muss der Stadt dazu gratulieren und ein dickes Lob aussprechen“, äußerte sich das Hückeswagener Ehepaar begeistert von der Atmosphäre vor dem Schloss.

Zu den größten Ausstellern zählte am Wochenende Andreas Kölsch, der überwiegend Kunstwerke aus Holz herstellt und verkauft. Den Stand nun an einem neuen Standplatz aufzubauen und zu bestücken, war für ihn eine neue logistische Herausforderung. „Von der Atmosphäre her ist es hier am schönsten, aber der Aufbau war nicht ganz so prickelnd, da es sich an der Zufahrt zum Schlossplatz staut“, sagte Kölsch. Ihm tat es besonders für die Einzelhändler leid, deren Geschäfte bisher durch die Laufkundschaft während des Hüttenzaubers profitieren konnten. Das sah Standbetreiber Alf Buchner ähnlich: „Natürlich ist es schöner, die Einzelhändler mit einzubinden.“ Es sei aber schon vor Jahren über die Standortfrage diskutiert worden, unter anderem per Umfrage.

Ungewohnt war der Standort auf der Platzmitte auch für Bäckermeister Jörg von Polheim, der Weihnachtsgebäck und Krapfen verkaufte. „In der Islandstraße hatte man immer ein Haus im Rücken, wo man sich aufwärmen konnte“, gab er zu. Dennoch sei die Atmosphäre vor dem Schloss „einfach schön“.

Die Organisatoren konnten in Sachen Standplatz, Wasser- und Stromanschlüssen aus der Erfahrung vom Altstadtfest profitieren. Und auch für einige Vereine, die sich regelmäßig mit einem Stand am Schloss zum Stadtfest im September beteiligen, waren Aufbau und Logistik nichts Neues. Dazu zählte die Löschgruppe Holte ebenso wie der Fußballverein SC Heide. „Wir sind sehr zufrieden mit unserem Standplatz“, betonte SC-Heide-Vorsitzender Kevin Zrock.

Durch das engere Zusammenrücken wirkte der Hüttenzauber an allen drei Tagen besser besucht als auf der langgezogenen Islandstraße. Die daraus entstandene Gemütlichkeit kam bei den Besuchern deshalb auch sehr gut an.

Standbetreiberinnen Carmen Seibt, die während der Corona-Pandemie und aufgrund einer Wette 100 Tage lang je eine Mütze gestrickt hatte und diese nun beim Weihnachtsmarkt verkaufte, hätte sich etwas weniger Essenstände und dafür mehr Selbstgemachtes gewünscht. „Wir stehen für richtige Kunst und Handarbeit“, betonte sie auch im Namen ihrer Standkollegin.

Was zusätzlich zur Kulisse für Stimmung und Atmosphäre beim Hüttenzauber sorgte, waren die rot beleuchteten Schlossfenster und die vielen Lichter, mit denen die Standbetreiber ihre Hütten festlich geschmückt hatten.

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