Hückeswagener SPD setzt viel Hoffnung in die Jugend

Mitgliederversammlung: SPD setzt viel Hoffnung in die Jugend und ehrt treue Mitglieder

NRW-Abgeordneter Sven Wolf war Gastredner bei der Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins. Gemeinsam wollen die Parteimitglieder das Vertrauen der Wähler zurückgewinnen. Zudem ehrte der Ortsverein fünf Jubilare für ihre langjährige Treue.

Fehler zugeben und positiv in die Zukunft sehen – das war der rote Faden, der sich bei der SPD-Mitgliederversammlung durch die Diskussionen des Abends zog. 27 Mitglieder waren gekommen, darunter als Gastredner Sven Wolf aus Remscheid, Abgeordneter im NRW-Landtag. Der Remscheider berichtete aus der Oppositionsarbeit im Landtag sowie von Umfragewerten zur Partei. Vier große Themen würden die Menschen hauptsächlich bewegen: Armut, soziale Ungleichheit, Arbeitslosigkeit und Gesundheit. „Die SPD wird auch weiterhin gebraucht“, sagte er und machte damit den engagierten Mitgliedern des Ortsvereins Mut, sich trotz schlechter Wahlergebnisse für die Ziele der Partei einzusetzen und neue Ideen einzubringen.

Viel Hoffnung legen die Parteimitglieder auf die neu gegründeten Jungsozialisten (Jusos). „Wir sind zuversichtlich, mit ihnen wieder auf Erfolgsspur zu kommen“, sagte der Ortsvereinsvorsitzende Horst Fink.

Juso-Vorsitzender Leon Gräbner berichtete von den Aktivitäten der jungen Parteimitglieder. So wurde in Zusammenarbeit mit der Jungen Union und den Jungen Grünen ein Antrag gestellt, um aus Hückeswagen eine Fair-Trade-Stadt zu machen. „Der Antrag wird in der nächsten Ratssitzung eingebracht“, kündigte der 17-Jährige an. Zudem möchten die Jusos Kontakt zu Bürgern aller Altersklassen suchen und beispielsweise den Aufbau der Mädchen-Fußballmannschaft des RSV unterstützen. Hintergrund ist das Akquirieren neuer Mitglieder. „Es wäre schön, wenn wir auch im Rat mit ein oder zwei Stimmen vertreten wären“, sagte Leon Gräbner und nannte damit ein weiteres angestrebtes Ziel. Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Grasemann gab einen Bericht zur Ratsarbeit ab. Für die Bebauung des Bolzplatzes Wiehagen sei noch kein Investor gefunden worden. Horst Fink hätte sich für die Radweganbindung an das Gewerbegebiet Winterhagen-Scheideweg (West II) eingesetzt. Ebenso habe man den Neubau des Feuerwehrhauses auf den Weg gebracht. Jüngst hat der Rat einstimmig den Bebauungsplan für das Gewerbegebiet West III in die Planung eingebracht. Die geplante äußere Ortsumgehungsstraße von Kammerforsterhöhe über die L 68 und K 5 bis Westenbrücke ließe jedoch weiter auf sich warten. „Der Rotmilan macht uns derzeit noch einen Strich durch die Rechnung“, sagte Grasemann.

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Für die Zukunft möchte die Ortspartei zusammenstehen, das Vertrauen der Wähler zurückgewinnen, gute Arbeit leisten und sich klar von den Rechten abgrenzen. „Wir müssen Themen griffig formulieren und die Menschen damit begeistern“, sagte Sven Wolf.

Bei der Mitgliederversammlung am Mittwochabend ehrte der Ortsvorstand fünf Jubilare, darunter für 25-jährige Mitgliedschaft Jürgen und Brigitte Schulten sowie Hans-Jürgen Grasemann. Die Ehrennadel für 40 Jahre Parteizugehörigkeit erhielten Karen Fischer und Horst Fink. Der Ortsvereinsvorsitzende war 1978 in Remscheid den Jusos beigetreten. 1987 zog er nach Hückeswagen, zwei Jahre später wurde er in den Stadtrat gewählt. 2004 übernahm Fink den Ortsvorsitz von seinem Vorgänger Willy Stahl.

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