Hückeswagener Schulen sollen digitaler werden

Medienentwicklungsplan für Hückeswagen : Schulen sollen digitaler werden

Die Stadt stellte im Schulausschuss einen Medienentwicklungsplan für die fünf Schulen vor – digitale Medien inklusive.

Schulunterricht findet schon lange nicht mehr nur mit Füller und Schreibheften statt. Längst haben moderne Medien Einzug gehalten. Daher ist es von großer Bedeutung, dass die Schulen Medienkonzepte aufstellen, anhand derer die Notwendigkeiten festgehalten werden, die für die digitalen Medien bereitgehalten werden müssen. In der jüngsten Sitzung des Schulausschusses hatten die Schulleitungen ihre jeweiligen Konzepte vorgelegt. Darin enthalten waren sowohl die aktuellen Ausstattungsstände als auch der jeweilige Beschaffungsbedarf. Die Stadtverwaltung wiederum hat aus diesen Konzepten einen Medienentwicklungsplan für die Jahre 2019 bis 2025 erarbeitet.

 „Dieser dient dazu, Ausstattungsgrundsätze zu definieren“, sagte Alexander Stehl, Leiter des Fachbereichs Bildung und Soziales. Dadurch sei die Grundlage für künftige Beschaffungen und Anträge für Mittel aus dem Digitalpakt gegeben. Stehl kann aber noch keine konkreten Angaben zum Digitalpakt machen. „Da warten wir auf die Konkretisierung durch das Land NRW.“ Allerdings habe man bereits erste Gespräche mit den Anbietern und den Schulen geführt. „Wenn das Fördergeld da ist, kann es losgehen.“

 Im Medienentwicklungsplan wurde festgehalten, dass Computer, Laptops, Notebooks, Smartphones, Tablets zum täglichen Umfeld der Kinder gehören. „Das bezieht Schülerinnen und Schüler mit ein“, betonte Stehl. Damit das Thema „Digitalisierung“ an der Schule auch vernünftig umgesetzt werden könne, benötigten die Beteiligten einen Rahmenplan. „Im jährlichen Gespräch mit den Schulen werden die anstehenden Beschaffungen besprochen und geplant“, erläuterte Stehl.

Im Medienentwicklungsplan würden die Bedarfe sowohl der Grund- als auch der weiterführenden Schulen berücksichtigt. „Die Stadt ist Trägerin von Grundschule Wiehagen, Löwen-Grundschule, Montanusschule, Realschule und Förderschule Nordkreis. Im Plan wurde zwischen den Bedarfen der Primar- und der Sekundarstufe unterschieden“, sagte Stehl. Die Netztechnik sei dabei überall die gleiche – Anbindung an Breitband sowie leistungsstarkes WLAN in jedem Schulgebäude. „In der Primarstufe ist das Ausstattungsziel etwas anders als in der Sekundarstufe“, erläuterte der Fachbereichsleiter. So seien in beiden Stufen altersgerechte, mobile Geräte wie Tablets und Laptops vorgesehen, jeder Klassenraum soll mit Activ-Board, Laptop, Beamer und Dokumentenkamera ausgestattet werden, dazu seien zentrale Dockingstations zum Laden und Updaten vonnöten. In der Sekundarstufe soll es zusätzlich PC-Räume mit leistungsstarkem Server und zusätzliche Softwareanwendungen geben.

 Die Ausstattungsstandards seien in allen Schulen gleich, versicherte Stehl: „Pro Unterrichtsraum wird es mindestens zwei LAN-Anschlüsse und einen WLAN-Access-Point geben. Außerdem ist eine digitale Tafel mit Präsentationstechnik inklusive Zugriff auf das pädagogische Netzwerk vorgesehen.“ Dazu werde es einen Lehrerarbeitsplatz mit Laptop oder Desktop-PC sowie mindestens zwei Steckdosen sowie weitere Steckdosen im Klassenzimmer geben. Auch die Lehrerzimmer sollen mit mehreren Lehrerarbeitsplätzen ausgestatten werden.

Der zeitliche Fahrplan sieht eine Umsetzung der Infrastruktur in allen Schulen außer der neu zu bauenden Löwen-Grundschule im Jahr 2020 vor. Dort soll er 2021 umgesetzt werden.

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