Hückeswagener Sammelaktion wieder ein großer Erfolg

„Weihnachten im Schuhkarton“ in Hückeswagen : Sammelaktion wieder ein großer Erfolg

Dr. Silke Wolff und ihr Sohn Robin blicken auf eine erfolgreiche Aktion zurück. 220 Päckchen wurden weitergegeben. Im kommenden Jahr gibt es erstmals eine eigene Website im Internet, um grundlegende Informationen zu vermitteln.

Das Fazit fällt positiv aus. Dr. Silke Wolff und ihr Sohn Robin haben sich auch in diesem Jahr wieder mächtig ins Zeug gelegt, damit die Sammelaktion „Weihnachten im Schuhkarton“ ein Erfolg wird. Das ist gelungen. „Wir hatten wieder ein sehr gutes Jahr“, berichtet Silke Wolff. „Unsere langjährigen Unterstützerinnen, unsere Handarbeits-Damen Frau Wedekind und Frau Schmale, haben uns wieder viele phantastisch bunte, fröhliche Socken und Mützen zum Beipacken gearbeitet. Und mit vielen tollen Schals hat Frau Mark uns dieses Jahr überrascht. Vielen herzlichen Dank – damit bringen Sie viel Freude.“

Das gemeinsame „Miteinander etwas Gutes auf die Beine zu stellen“ wurde dieses Jahr von vielen Schenkenden aktiv thematisiert. „So scheint sich über die Jahre hinweg und durch die Verlässlichkeit der Aktion mit Berichterstattung, gleichbleibenden Ansprechpartnern sowie Zeiträumen und Adressen ein Gemeinschaftsgefühl zwischen allen Beteiligten entwickelt zu haben. Ees wird gesprochen und diskutiert im Café und im Supermarkt und im Netz geteilt“, freut sich Silke Wolff. Die Aktion fange an, „zu Hückeswagen zu gehören“ – das sei ein wirklich tolles Gefühl und stärke ihr und ihrem Sohn natürlich den Rücken. So entwickeln sich auch immer mehr „Päckchen-Pack-Gruppen“: Familien finden sich genauso zum Shoppen und gemeinschaftlichen Packen oft gleich mehrerer Pakete zusammen, wie Kollegen und Abteilungen, Sportteams und Freundeskreise.

Um es allen Neueinsteigern und bewährten Päckchenpackern noch etwas leichter zu machen, wird im Herbst kommenden Jahres die „WiS-in-Hückeswagen“-Website online gehen. Neben aktuellen Neuigkeiten wollen Silke und Robin Wolff zusätzlich zum bewährten Telefonservice grundsätzliche Informationen zu der Aktion bereitstellen.

Auch auf die Statistik geht Silke Wolff in ihrem Abschlussbericht ein: Demnach konnte sie in diesem Jahr wieder 220 Päckchen weitergeben. Diese Zahl gleicht der aus den Jahren 2015 und 2016, während 2017 mit 433 Päckchen und 2018 mit 344 Päckchen absolute Ausnahmejahre waren – „bedingt durch Großaktionen einzelner Unternehmen: 2017 hatte uns die HEW aus einer einmaligen Aktion 117 Päckchen gebracht und 2018 der Tannenhof in Lüttringhausen in einer Sonderaktion 94 Päckchen gesammelt“, berichtet sie. Insgesamt haben die emsigen Spendensammler 226 Kartons erhalten, die in 24 Versandkartons verpackt wurden. Davon stammen 80 Päckchen aus Hückeswagen, 84 von der Annahmestelle im Sana Krankenhaus Radevormwald, 33 von der Annahmestelle Wipperfeld/Bäckerei Fahlenbock und 29 von der Annahmestelle im Tannenhof in Lüttringhausen.

Auch nach Empfängergruppen hat Silke Wolff ihre Statistik aufgedröselt: Demnach wurde für 103 Jungen und für 123 Mädchen gespendet; besonders beliebt sind die Fünf- bis Neunjährigen: 47 Jungen und 59 Mädchen. Bei den Zehn- bis 14-Jährigen sind die Jungen mit 32 beliebter als die Mädchen mit 28. Keine Überraschung für Silke Wolff: „Wie zu erwarten war und sich auch im deutschen Vergleich abbildet, liegen die Mädels vor den Jungs, allerdings ist die Differenz hier in Hückeswagen und Umgebung geringer als manch andernorts.“

Ähnlich verhält es sich mit den Altersstufen: Es scheint einfacher oder einfach beliebter zu sein, Fünf- bis Neunjährige zu beschenken als die Jüngeren oder Älteren. „Aber auch hier ist sehr erfreulich, dass gerade die Älteren nicht so knapp davonkommen, wie aus der Erfahrung zu erwarten gewesen wäre“, meint Silke Wolff. Aus den Gesamtzahlen so nicht ersichtlich, aber für sie erkennbar, sei zudem, dass diese positive Entwicklung in Hückeswagen noch stärker sei, als sie sich in der Gesamtgruppe darstelle. „Ich hoffe, wir können daran gemeinsam weiterarbeiten und so den Trend vielleicht eines Tages wenden – zumindest hier im Bergischen.“