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Hückeswagener Politik sympathisiert mit dem ADFC

Fahrradfreundlicheres Hückeswagen : Politik sympathisiert mit ADFC

Die fahrradfreundlichen Anträge der Hückeswagener ADFC-Mitglieder Alfons Herweg und Matthias Müssener stießen im Haupt- und Finanzausschuss auf Anklang und sollen nun weiter diskutiert werden.

Alfons Herweg und Matthias Müssener hatten offenbar mit dem Schlimmsten gerechnet. Deshalb baten sie jetzt im Haupt- und Finanzausschuss darum, dass die Politik ihre Anträge nicht direkt ablehnen sollte. Doch so viel Pessimismus war gar nicht vonnöten, zeigten sich die Politiker doch durchweg interessiert an den Vorschlägen, die die beiden Hückeswagener Mitglieder des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) in zwei Anträgen formuliert hatten (die BM berichtete).

So fordern sie etwa das Herabsetzen der Höchstgeschwindigkeit im Bereich der Radweg-Überquerung auf der B 237 in Dörpe von 70 auf 50 Kilometer pro Stunde, eine Beleuchtung für den Radweg zwischen dem Sportplatz und Kleineiche sowie die Erstellung einer Radwege-Infrastrukturplanung für die Schloss-Stadt. Zudem verwies Herweg auf „viele Töpfe für den Radverkehr“. So würde zum Beispiel das Bundesverkehrsministerium den bundesweiten Ausbau des Radverkehrs bis Ende 2023 mit 1,45 Milliarden Euro fördern. „Wir wissen aber auch, dass das eine langfristige Geschichte ist“, sagte Herweg mit Blick auf die Umgestaltung von Hückeswagen in eine fahrradfreundlichere Stadt.

Die CDU jedenfalls „steht den Anregungen positiv gegenüber, wenn auch nicht in Gänze“, versicherte deren Fraktionschef Christian Schütte. So sei die Radweg-Beleuchtung nur schwer zu vermitteln, wenn woanders aus Kostengründen die Laternen ausgeschaltet werden würden. Dem ADFC schweben jedoch ohnehin solarbetriebene Lampen vor. Auch die SPD steht hinter den Anträgen. „Wir müssen aber schauen, was das Ganze kostet“, warf Fraktionschef Hans-Jürgen Grasemann ein. Die Grünen sehen mit den Anträgen die Chance, die von ihnen bereits propagierten Fahrrad-Parkplätze und Ladestationen im Zentrum zu forcieren, wie ihr Sprecher Egbert Sabelek betonte.

Statt einer Ablehnung gab’s für Herweg und Müssener am Ende eine Fortsetzung: Denn ihre Anträge sollen bald im Planungsausschuss konkreter besprochen werden.

(büba)