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Hückeswagener Künstler ErwinGraumann stellt im Haus Martfeld aus

Künstler aus Hückeswagen : Graumann stellt in Schwelm aus

Unter dem Motto „alles hat seine zeit“ präsentiert der Hückeswagener Künstler Erwin Graumann von kommendem Sonntag, 21. August, bis 9. Oktober, im Schwelmer Museum Haus Martfeld einen Teil seiner Werke. Beginn der Vernissage am Sonntag ist um 11 Uhr.

Erwin Graumann, der 1948 in Bamberg geboren wurde, 1971 nach Wuppertal zog und seit 1980 mit seiner Familie in Hückeswagen lebt, hatte schon in seiner frühen Kindheit durch seinen Vater das Interesse am Malen und Zeichnen entdeckt. Nach dem Schulabschluss der Mittleren Reife wurde er zunächst Beamter bei der Bundesbahn, um später über den Zweiten Bildungsweg ein Lehramtsstudium in Wuppertal zu beginnen. „Bis zu meinem Eintritt in den Ruhestand 2011 war ich im Schuldienst tätig, zuletzt für 29 Jahre an der Hauptschule in Radevormwald“, berichtet Graumann. Zwar habe er Kunst nicht studiert, aber während seiner Zeit als Lehrer neben anderen Schulfächern auch das entsprechende Fach unterrichtet.

In seiner fränkischen Heimatstadt besuchte er seit seiner frühen Jugend alle dort gebotenen Kunstausstellungen. „Besonders wichtig für mich und prägend war dabei eine ab 1965 laufende Ausstellungsreihe im ,studio b‘ in den Privaträumen des Bamberger Arztes Dr. Regus mit Werken von Karl Otto Götz, Bernard Schultze, Fred Thieler, Gerhard Hoehme, Peter Brüning und weiteren Künstlern“, erinnert sich Graumann. Diese Ausstellungen habe ihn mit dem Informel in Berührung gebracht, einer Kunstrichtung der Nachkriegszeit. Hierbei gehe es um das Festhalten an Formlosigkeit und Spontaneität im Schaffensprozess und um eine deutliche Abgrenzung von den im Dritten Reich erzwungenen Darstellungsformen. „Das Informel ist eine künstlerische Haltung, kein gemeinsamer Stil“, erläutert der Hückeswagener. Die Protagonisten hätten ihre jeweils eigenen Ausdrucksformen gefunden, so dass man sie auch heute noch gut unterscheiden könne.

 Der Hückeswagener Erwin Graumann versieht seine Bilder grundsätzlich nicht mit Namen.
Der Hückeswagener Erwin Graumann versieht seine Bilder grundsätzlich nicht mit Namen. Foto: Graumann
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Ab 1985 besuchte er Mal- und Zeichenkurse in Wipperfürth bei Christoph Hardenbicker, der viel Spielraum für das Entwickeln eigener Gestaltungswünsche ließ. Vorwiegend beschäftigte sich Graumann dort zunächst mit Landschaftszeichnungen in kleineren Formaten, ging aber dann zunehmend zu abstrakten Gestaltungsversuchen über. „Später brachte ich zunehmend Farbe ins Spiel.“ Seit Beginn seines Ruhestands begann er, Bilder in den Formaten 70 Mal 50 Zentimeter mit Temperafarben auf Zeichenkarton zu malen, mit denen er an die im „studio b“ gesehenen Bilder anknüpft – „allerdings in eigenständigen Umsetzungen“.

Die in Schwelm geplante Ausstellung unterscheidet sich von früheren Ausstellungen in Hückeswagen, Schwerte und Bamberg insofern, als dass dieses Mal auch Bilder seit 1985 gezeigt werden und nicht nur die seit 2012 entstandenen größeren Formate. Vor allem handelt es sich um Landschaftszeichnungen, abstrakte Zeichnungen und Mischtechniken.

(büba)