Hückeswagener kfd feiert am Gründungstag

kfd in Hückeswagen wird 175 Jahre alt: Glückwünsche zum hohen Jubiläum

Die älteste katholische Frauengemeinschaft Deutschlands feiert ihr 175-jähriges Bestehen mit vielen Gästen.

Es ist sehr viel los im großen Saal des Gemeindehauses der katholischen Pfarrgemeinde St. Mariä Himmelfahrt an der Weierbachstraße – zumal für einen Dienstagnachmittag. An den festlich gedeckten Tischen sitzen die Gäste, kein Platz ist frei. An der hinteren Wand ist ein Tisch mit gleich sechs Sahnetorten aufgebaut. Wer da genau hinsieht, weiß sofort, was hier gefeirt wird: „175 Jahre kfd“ steht nämlich mit Sahne auf den Torten geschrieben. Die älteste Ortsgruppe katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands feiert sich selbst und ihr eindrucksvolles Jubiläum mit zahlreichen Freunden, Wegbegleitern und Gästen.

Das Team um die rührige Vorsitzende Beate Knecht hatte keinen Aufwand gescheut, um am offiziellen Gründungstag ein rauschendes Fest mit vielen Gästen zu feiern. Und wie verzahnt die katholischen Frauen im Gemeinde- und Stadtleben sind, zeigt sich bei Knechts Begrüßung.

Neben Bürgermeister Dietmar Persian und Pastor und kfd-Präses Marc D. Klein waren auch zahlreiche Vertreter befreundeter kfd-Ortsgruppen ins Gemeindehaus gekommen sowie der ehemalige Pastor Friedhelm Radermacher, Vertreter der IG Wiehagen, der Kolpingsfamilie, des Pfarrgemeinderats und des Kirchenvorstands. Knecht brachte es in Reimform auf den Punkt: „Unsere Projekte, die wir unterstützen, und der Karneval – wie Sie sehen, die Hückeswagener katholischen Frauen sind überall“.

Pastor Klein freut sich darüber, der Hückeswagener kfd zu ihrem hohen Jubiläum gratulieren zu können. „Eine Laudatio zum 175-jährigen Bestehen einer gemeindlichen Gruppierung halten zu dürfen, das kann man nicht oft“, sagt Klein und macht einen kleinen Ausflug in die Vergangenheit, als er den Blick zurück ins Gründungsjahr 1844 schweifen lässt. „Damals war die Welt auch nicht immer eine heile. Aber die kfd ist noch heute der größte deutsche Frauenverband und hat Einfluss bis in höchste Kreise“, sagt Klein.

Bürgermeister Persian überbringt vor allem die Glückwünsche von Stadtrat und Verwaltung der Schloss-Stadt. „Man sieht Euch das hohe Alter nicht an – und das meine ich ganz ernst. Denn auch in 175 Jahren hat sich nicht viel geändert: Ohne das Ehrenamt in Vereinen und Gruppierungen wie der kfd könnte unsere Gesellschaft nicht funktionieren.“ Die Frauen der kfd hätten über die Jahrzehnte gezeigt, wie man mit einer Idee und einem festen Glauben Dinge bewegen und Menschen helfen könne.

Glückwünsche gibt es aber auch von Diözesan- und Bundesverbands-Vertretern. So ist mit Ulrike Göken-Huismann die geistliche Begleiterin im Bundesvorstand der kfd nach Hückeswagen gekommen. „Prägend war und ist für Sie, dass Sie merken, dass die Gemeinschaft ihre Mitglieder trägt. In den kfd-Gruppen treffen Frauen zusammen und teilen ihre Interessen, aber auch die Probleme“, sagt Gösken-Huismann in ihren Grußworten. Sie ergänzt: „Bleiben Sie ein Frauenort, der sich offen zeigt für Fragende und Suchende.“

Die stellvertretende Vorsitzende des Diözesanvorstandes der kfd, Elisabeth Glauner, ist sichtlich ­glücklich: „Wir sind mächtig stolz, dass die älteste kfd-Ortsgruppe aus unserem Erzbistum Köln kommt.“ Sie bringt ihren Dank auf den Punkt: „Nur durch die Beteiligung aller kann eine Gemeinschaft funktionieren. Die Zeiten haben sich geändert, die Aufgaben sind gleichgeblieben: Kümemrt euch um eure Mitmenschen“.

Musikalisch untermalt von Ruth Balling am Klavier geht der Nachmittag schnell in den frühen Abend über. Abgerundet wird dieser besondere Feiertag für die Hückeswagener kfd-Mitglieder und ihre Gäste von einem Gottesdienst , der vom Diözesanpräses Monsignore Robert Kleine in der Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt gefeiert wird. Um es mit Pastor Klein zu sagen: „Ad multos annos – herzlichen Glückwunsch“.

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