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Hückeswagener Kammerchor heißt jetzt „Vocale“

Evangelische Kirchenmusik in Hückeswagen : Kammerchor heißt ab sofort „Vocale“

Kantorin Inga Kuhnert hat sich einen neuen Chornamen ausgedacht, um Verwechslungen zu vermeiden. Der neue Name wurde mit den Mitgliedern des Chores besprochen und für gut befunden.

Kammerchor oder Kantorei? Kantorei oder Kammerchor? Immer wieder wurden die Chorgemeinschaften der Evangelischen Kirchengemeinde verwechselt und falsch zugeordnet. „Es gab viele Missverständnisse, deshalb habe ich mir eine Namensänderung überlegt“, berichtet Kantorin Inga Kuhnert. Der ehemalige Kammerchor heißt ab sofort „Vocale“. Der neue Name wurde mit den Mitgliedern des Chores besprochen und für gut befunden. „Alle haben zugestimmt“, sagt Inga Kuhnert. Der Name werde sich hoffentlich besser einprägen. Der Kirchenmusikerin ist es wichtig, die Unterschiede der Chöre herauszuarbeiten.

Vocale
Der Fortgeschrittenen-Chor ist konzipiert für Menschen, die gerne im Chor singen und über Erfahrung verfügen. Wer bei Vocale mitsingen möchte, muss bei der Kantorin vorsingen, denn Vocale steht für anspruchsvolle Chorliteratur und große Projekte. Die 25 Mitglieder kommen aus Wermelskirchen, Remscheid, Radevormwald, Wipperfürth und Hückeswagen. „Viele kommen also gar nicht aus der Hückeswagener Gemeinde, Vocale ist aber ein Angebot unserer evangelischen Kirchengemeinde“, sagt Inga Kuhnert. Gelegentlich begleite der Chor auch die normalen Gottesdienste oder singe – coronbedingt nur mit einer kleinen Abordnung von etwa zehn Mitgliedern – zum Beispiel bei einer Verabschiedung, wie am Sonntag bei Pfarrer Martin Haupt-Schott.
Kantorei Sie ist der eigentliche Gemeindechor für alle in der Gemeinde. „Offen für alle, die Spaß am Gesang haben und singen wollen“, sagt Inga Kuhnert. Hier werde jeder dort abgeholt, wo er mit seiner Leistung stehe. Regelmäßig werde geprobt und immer wieder widme sich die Kantorei als Projektchor einem bestimmten Thema oder gestalte einen bestimmten Abschluss in Form eines Gottesdienstes oder eines Konzertes. „Grundgedanke ist, dass sich Menschen hier auch zeitlich befristet für ein Projekt einbringen und mitsingen können“, sagt die Kantorin.

Wer Interesse hat, in einem der beiden Chöre zu singen, muss sich aufgrund der Corona-Pandemie auf jeden Fall zunächst bei Inga Kuhnert melden. Der Kirchenmusikerin ist wichtig zu betonen, dass beide Chöre ihre Berechtigung haben. „Es ist gut, das wir beide Gemeinschaften haben, denn so bietet die Gemeinde für jeden Musikinteressierten etwas“, findet sie. Fakt sei aber, dass Vocale schon eher die jüngeren Menschen anspreche. Und während die Frauenstimmen allesamt gut besetzt seien, suche sie dringend noch Männerstimmen. Die Kantorei sei stimmenmäßig derzeit sehr gut besetzt, berichtet sie.