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Hückeswagener Jugendfeuerwehr prüft Hydranten

Feuerwehrnachwuchs in Hückeswagen : Jugendfeuerwehr prüft Hydranten

Der Nachwuchs der Freiwilligen Feuerwehr säubert in den kommenden Tagen die Hydranten im Innenstadtbereich, schwerere Schäden behebt der Bauhof.

Einmal im Jahr sind die Jugendlichen der Freiwilligen Feuerwehr in kleinen Gruppen im Stadtgebiet unterwegs. Mit dabei haben sie einen Zimmermannshammer und ein Klemmbrett. Sie haben eine wichtige Aufgabe, die sie an zwei bis drei Abenden, an denen sie ganz normalen Dienst haben, ausführen. „Wir überprüfen die Hydranten daraufhin, ob sie verdreckt oder anderweitig nicht in einem einwandfreien Zustand sind“, sagt Feuerwehrmann Tobias Felbeck, der am Mittwochabend eine kleine Gruppe von ganz jungen Nachwuchsfeuerwehrleuten anleitet.

Er zeigt den Kindern am Beispiel eines Hydrantenzugangs auf dem Gelände der Feuerwache an der Bachstraße, wie sie den Deckel abbekommen und worauf sie achten müssen. Das ist nicht ganz einfach, wie auch der elfjährige Lennox feststellt. „Man braucht da Übung, das Ding ist schwer“, sagt der Junge. Eigentlich wird diese Überprüfung einmal im Jahr vorgenommen, Corona hat diesmal für einen zweijährigen Abstand gesorgt. „Deswegen kann es gut sein, dass ihr beim einen oder anderen Hydranten verstärkte Verschmutzungen vorfindet“, sagt Jugendfeuerwehrleiter Thomas Lemmen. 550 Hydranten gibt es im Stadtgebiet. „Die Außenortschaften sind hiervon aber ausgenommen“, sagt sein Stellvertreter Sören Bender. Die dortigen Hydranten würden von den jeweiligen Löschgruppen überprüft und gegebenenfalls gereinigt. 550 Stück für 22 Jugendliche, die in sieben Gruppen unterwegs sind – das sind etwa 80 Stück pro Gruppe. Das ist nicht an einem Abend zu schaffen. Deswegen sind die Gruppen auch mehrere Tage unterwegs, drei Dienste der Jugendfeuerwehr sind dafür vorgesehen.

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Michelle Keller, Max Osenberg und Silvio Avola bilden eine Gruppen – und sind schon alte Hasen in Sachen Hydranten-Check. „Wir machen das schon mehrere Jahre, und die ersten zwei Abende sind auch okay, am dritten wird es dann aber schon etwas langweilig“, sagt die 15-jährige Michelle und schmunzeltd. Aber die Aufgabe sei natürlich wichtig. „Wenn die Hydranten im Einsatzfall erst einmal von Versandung oder anderem Schmutz gereinigt werden müssten, vergeht im Zweifel wertvolle Zeit“, sagt Tobias Felbeck. Der erste Hydrant, den das Trio an der Bahnhofstraße öffnet, ist hingegen okay – abgesehen von einer Plastiktüte, die, wie auch immer, in den Schacht im Boden gelandet ist. „Da können wir OK ankreuzen“, sagt der zwölfjährige Max.

Die kleinen Verschmutzungen können die Jugendlichen selbst beheben. Wenn die Deckel aber nicht zu öffnen oder ganz defekt sind, wenn der Schacht voll Wasser steht oder zugeteert ist – dann müssen die Teams das so auf dem Zettel vermerken, den sie auf dem Klemmbrett mit dabei haben. „Wenn schwerere Schäden vorliegen, geben wir das an den Bauhof weiter. Die Mitarbeiter kümmern sich dann darum“, sagt Tobias Felbeck. Eine sehr wichtige Aufgabe, die die Jugendlichen übernehmen - damit im Ernstfall das Wasser problemlos zum Brandlöschen fließen kann.

(wow)