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Hückeswagener Islandtafel bekommt viele Lebensmittelspenden

Sozialausschuss in Hückeswagen : Islandtafel bekommt viele Lebensmittelspenden

Dienstags und donnerstags werden an der Bachstraße Gäste bewirtet. Für einen Euro gibt’s ein mehrgängiges Essen – und das Angebot von Gemeinschaft. Eine Prüfung der Bedürftigkeit findet nicht statt

Nach dem Abschied von Dieter Rauer, Gründer und langjähriger Vorsitzender der Christlichen Islandtafel, ist immer noch kein Nachfolger gefunden worden. Die Suche geht weiter, die engagierte ehrenamtliche Arbeit aber auch – und sie läuft gut: Dieses Fazit zogen die zweite Vorsitzende Christa Schmitz und Kassiererin Hanni Weiß im Sozialausschuss. Beide waren direkt von der Arbeit in der Tafel in die Sitzung gekommen und berichteten: „Wir hatten auch heute wieder die Bude voll!“

Dienstags und donnerstags werden an der Bachstraße Gäste bewirtet. Für einen Euro gibt’s ein mehrgängiges Essen – und das Angebot von Gemeinschaft. Eine Prüfung der Bedürftigkeit findet nicht statt: Wer kommt, ist willkommen. Finanziert wird das aus Spenden, die in Hückeswagen reichlich fließen, sagte Christa Schmitz. „Von fast allen Märkten bekommen wir Lebensmittel, aber auch Sach- und Geldspenden von Firmen und Privatleuten.“ Auch die Kirchengemeinden unterstützen die Tafel finanziell und tragen so die Kosten für die Miete der Räume mit. Wichtig sei dem Tafel-Team, „dass nichts weggeworfen wird“. Lebensmittel, die nicht in der eigenen Küche verarbeitet werden, werden Gästen mitgegeben. Eng sei die Zusammenarbeit mit den Food Sharern. Nichts kommt in den Müll: Das gilt auch für die ebenfalls von der Islandtafel betriebene Kleiderkammer. „Was unsere Gäste nicht gebrauchen können, holt eine Missionsgesellschaft ab, die Hilfstransporte nach Osteuropa organisiert“, sagte Schmitz. Das gelte auch für Hausrat und Möbel aus zweiter Hand.

20 Helfer engagieren sich regelmäßig aktiv für die Islandtafel, hinzu kommen die Fahrer, die die Lebensmittel an den Märkten abholen. Alle arbeiten ehrenamtlich für die Einrichtung, die Rauer mit wenigen Mitstreitern 2001 gegründet hatte. Seitdem haben viele Menschen in der Tafel nicht nur Essen bekommen, sondern auch Gemeinschaft, so etwas wie ein „Stück Heimat“. Christa Schmitz: „Viele kommen seit Jahren, manche auch nur oder vor allem, um sich mit anderen zu treffen und sich zu unterhalten.“

Zum Treffpunkt geworden sind auch die einmal im Monat sonntags angebotenen Gottesdienste, die immer mit einem gemeinsamen Essen der Besucher enden.