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Hückeswagener Helden in der Corona-Krise: DJ Markus Saxert

Hückeswagener Helden in der Corona-Krise : DJ Markus sorgt für unbeschwerte Zeit

Markus Saxert tourt aktuell durch die Region und versorgt Altenheim-Bewohner mit „ihrer“ Musik. Am Mittwoch, 15. April, spielt er zweieinhalb Stunden auf dem Gelände des Altenzentrums Johannesstift.

Markus Saxert ist Discjockey mit Leib und Seele. Der 52-jährige Wiehagener ist bereits seit mehr als einem Vierteljahrhundert als DJ Markus unterwegs, und wird vor allem für Hochzeiten, Geburtstags- und Firmenfeiern gebucht. Seit zwölf Jahren macht er das hauptberuflich und zudem Moderationen, Promotion und Image-Videos. Jetzt in der Corona-Krise widmet er sich verstärkt den Altenheimen in der Region – etwa in Wermelskirchen, Wuppertal, Schwelm, Solingen, Düsseldorf, Radevormwald und Gummersbach. Auch dort hat er in der Vergangenheit schon des Öfteren für gute Stimmung gesorgt. Mit seinen etwa eineinhalbstündigen und vor allem ehrenamtlichen Musikdarbietungen will er nun aber „einen Beitrag für alte Menschen in der derzeitigen schwierigen Situation leisten“. Er sei gerne in Senioreneinrichtungen unterwegs, „da ich mich optimal auch auf alte Menschen einstellen kann und weiß, dass diese Menschen ein sehr dankbares und wertschätzendes Publikum sind“. Heute, Mittwoch, hat er ein „heimspiel“: Von 15 bis 17.30 Uhr sorgt er im „Sinnesgarten“ und im Park des Altenzentrums Johannesstift für Musik.

Bei dem schönen Wetter der vergangenen Tage baute Saxert sein DJ-Pult und die Lautsprecher in den Grünanlagen auf und beschallte so die Zimmer, Terrassen und Balkone der Bewohner. „Ich moderiere die Lieder mal an oder ab und animiere zum Tanzen, Klatschen und Mitschunkeln“, erzählt er. Zu hören bekommt sein Publikum, dass wegen der Corona-Krise auf Abstand steht oder sitzt, unterschiedlichste Musikrichtungen, darunter Schlager ab den 50er bis zu den 80er Jahren, aktuelle Pop-Schlager, Oldies „und viel Gute-Laune-Musik“. Aber auch einige ruhigere Lieder seien darunter. Und es dürfe zu einem Walzer geschunkelt oder getanzt werden.

. . .oder dem des Diakonischen Werks Bethanien in Solingen. Foto: Saxert

Die Stimmung bei seinen Auftritten bezeichnet der Wiehagener als „wunderschön“, die Freude sei „ansteckend". Saxert: „Das kann man nur begreifen, wenn man es selber miterlebt.“ Aber auch die Mitarbeiter hätten ihren Spaß. Alle tanzten, schunkelten und klatschen im Takt der Musik mit. Eine Bewohnerin habe sogar ein Autogramm von ihm haben, erzählt er.

Bis auf Weiteres gehe es in den nächsten Wochen weiter; die Nachfrage nach Auftritten sei groß. „Ich bekomme unglaublich viel positive Resonanz“, berichtet er erfreut. Diese Aktionen sind Saxert eine Herzensangelegenheit: „Mit meiner Musik möchte ich, dass die Bewohner und das Personal für zirka eineinhalb Stunden ihren derzeitigen sehr eingeschränkten Alltag vergessen und dass sie in der Zeit glücklich sind.“

(büba)