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Hückeswagener Held der Corona-Krise: Grundschüler Alexander Bosbach

Hückeswagener Helden in der Corona-Krise : Mit der Trompete gegen das Virus

Alexander Bosbach (9) musiziert immer wieder für seine Nachbarn.

Zwar nicht an jedem Abend, aber doch immer wieder sind auf dem Fürstenberg gegen 19 Uhr Trompetenklänge zu hören. Dann hat sich der der neunjährige Alexander Bosbach den Musikern und Sängern in der Schloss-Stadt angeschlossen, die in der Zeit der Corona-Krise allabendlich gemeinsam muszieren. „Ich habe mir gedacht, weil andere das auch machen, dass ich auch mitspielen könnte“, sagt der Grundschüler. Dann hat er sich die Noten etwa von den Liedern „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ und „Der Mond ist aufgegangen“ aus dem Internet besorgt – und spielt sie seitdem am frühen Abend auf seiner Trompete. „Ich spiele seit gut anderthalb Jahren und habe Unterricht an der Musikschule“, erzählt er. Seiner Lehrerin habe er noch nicht von seinem „Corona-Einsatz“ erzählt, wolle das aber noch tun. Ursprünglich habe er mit Geigenunterricht angefangen, das aber recht schnell wieder aufgegeben. „Ich habe gemerkt, dass das keine so gute Idee war, weil die Töne da so schief klangen. Und dann habe ich mit der Trompete angefangen“, berichtet Aexander.

Wenn er am frühen Abend sein Instrument nimmt und vor der Haustür zu spielen beginnt, kommt das bei den Nachbarn vom Fürstenberg offensichtlich gut an. „Die klatschen dann, wenn ich fertig bin. Und eine Nachbarin hat ein Klavier, die spielt dann immer mit“, sagt der Neunjährige. Und auch Mama Michaela und Papa Tobias fänden das gut, wie der Nachwuchsmusiker stolz sagt.

(wow)