Hückeswagener Händler planten historisches Frühlingsfest

Hückeswagen : Handel plant „Historisches Frühlingsfest“

Der offene Arbeitskreis der Werbegemeinschaft erarbeitete am Donnerstagabend erste Ideen für zwei große Veranstaltungen in 2020. Allerdings nutzten kaum Nicht-Mitglieder die Gelegenheit, sich an der Diskussion zu beteiligen.

Der Ruf nach Beteiligung möglichst vieler unterschiedlicher Leute an Entscheidungsfindungen ist immer groß. Wenn dann aber genau diese Möglichkeit eingeräumt wird und kaum jemand das wahrnimmt, ist der Frust groß. So geschehen beim Offenen Arbeitskreis der Werbegemeinschaft am Donnerstagabend im Hotel Kniep. Andrea Poranzke, Geschäftsführerin des Stadtmarketings, und Goldschmied Marcel Rehn waren die einzigen Nicht-Mitglieder, die das Angebot der Werbegemeinschaft angenommen hatten. „Wir wollten heute eigentlich gemeinsam Ideen für die beiden größeren Veranstaltungen 2020 sammeln. Schade, dass die Resonanz trotz mehrfacher Ankündigung nun sehr gering ist“, bedauerte Ute Seemann, Sprecherin der Werbegemeinschaft.

Aber auch im kleinen Rahmen wurden Ideen entwickelt. Für den ersten Termin am Sonntag, 29. März, wurde es sogar schon konkret. „Es geht um den Frühlingssonntag“, berichtete Ute Seemann. Modehändler Dirk Sessinghaus hatte mit Bürgermeister Dietmar Persian gesprochen, der das Thema „100 Jahre vereintes Hückeswagen“ ins Gespräch gebracht habe. „Hintergrund ist: Am 1. März 1920 wurden das damalige Hückeswagen, das nur die Altstadt umfasste, und das sogenannte Neu-Hückeswagen, also alles drumherum, zu einer Stadt Hückeswagen zusammengelegt“, erläuterte Sessinghaus. Diese Thematik eröffne eine Vielzahl an Gestaltungsmöglichkeiten für ein Frühlingsfest mit verkaufsoffenem Sonntag.

Die Idee kam bei den Anwesenden an, viele Vorschläge für ein Rahmenprogramm wurden gemacht. Die Stadt sei ihrerseits auch am Thema, versicherte Andrea Poranzke: „Ursprünglich war geplant, am 1. März eine offizielle Veranstaltung zu machen. Wenn aber die Werbegemeinschaft für den 28./29. März etwas plant, würden wir das auch auf dieses Wochenende verlegen.“ Roland Kissau vom Ordnungsamt sei im Gespräch mit einem historischen Jahrmarkt, der wohl am Samstag und Sonntag im Island und auf dem Etapler Platz aufgestellt werden soll, sagte Sessinghaus.

In diesem Zusammenhang kam die Idee auf, den Samstag mit einzubeziehen. „Wir sollten den Jahrmarkt unterstützen, er unterstützt wiederum uns am Sonntag“, sagte Seemanns Kollege Uwe Heinhaus. Der Spiel- und Lederwarenhändler regte zudem an, das Drehorgelfest, das bereits 1996 sehr erfolgreich gewesen sei, zu integrieren. Auch wurde beschlossen, dass die Geschäfte am Samstag, 28. März, bis 18 Uhr und am Sonntag, 29. März, von 13 bis 18 Uhr geöffnet sein sollen. „Das Ganze soll unter dem Motto ,Historisches Frühlingsfest – 100 Jahre Hückeswagen’ laufen“, erläuterte Ute Seemann.

Im weiteren Verlauf des Abends ging es auch noch, allerdings weniger konkret, um Samstag, 15. August. „Es geht um die Nachfolge der Mittsommernacht“, sagte die Sprecherin der Werbegemeinschaft. Ideen waren auch hier vorhanden – von einer langen Tafel im Island war die Rede, bei der noch einmal versucht werden soll, die Gastronomie mit ins Boot zu holen. Auch das Schlagwort „Picknick in der Stadt“ fiel.

So regte Heinhaus regte eine „Kombination aus Essen, Kunst, Unterhaltung und Kinderprogramm“ an. Der allgemeine Tenor ging in Richtung einer Öffnungszeit von 17 bis 22 Uhr mit einem musikalischen Höhepunkt zum Schluss hin. „Das ist ein toller Ansatz, aber die Leute sollen schon auch in die Läden gelockt werden“, gab Rehn zu bedenken.

Mehr von RP ONLINE