Bündnis 90/Die Grünen in Hückeswagen Grüne fordern Gegenüberstellung der Kosten

Hückeswagen · Zum künftigen Bürgerbad in Hückeswagen haben sich Utz Geßner, Lars Schmeisser und Andreas Wurth als Mitglieder des Betriebsausschusses Gedanken gemacht.

 Die Grünen favorisieren weiterhin die Sanierung des Bürgerbades und keinen Neubau.

Die Grünen favorisieren weiterhin die Sanierung des Bürgerbades und keinen Neubau.

Foto: Stephan Büllesbach

Der Termin ist bewusst gewählt: Während sich am Donnerstag ab 17 Uhr der Betriebsausschuss mit der Zukunft des Bürgerbades beschäftigt, möchten auch die Grünen mit den Bürgern zu diesem Thema ins Gespräch kommen und laden zu einem „Interessierten-Treffen“ für Donnerstag, 19 Uhr, ins Hotel Kniep ein. Hier soll es auch um alle Entscheidungen gehen, die das tägliche Leben in der Schloss-Stadt beeinflussen.

Zum Bürgerbad haben sich Utz Geßner, Lars Schmeisser und Andreas Wurth als Mitglieder des Betriebsausschusses Gedanken gemacht. Darin stellen die Grüneh fest, dass die Bürger weiterhin ein familienfreundliches Bürgerbad haben möchten. „Es geht um mehr als nur um eine Schwimmstätte. Im Bergischen Land, mit vielen Wasserflächen, hat ein Bürgerbad für unsere Familien einen hohen Stellenwert. Das ist auch unser Wunsch“, schreiben die Verfasser. Der Betrieb eines Bürgerbades sei eine freiwillige Leistung und immer ein Zuschussgeschäft. Nachdem die statischen Mängel festgestellt worden seien, habe man nach Lösungen zum Weiterbetrieb des Bürgerbades gesucht. „Während die Nebenräume weiterhin vollumfänglich nutzbar sind, wurden in öffentlichen Veranstaltungen diverse Mängel für das Bad vorgestellt und unverbindliche Kostenschätzungen erarbeitet“, berichten die Grünen.

Im Sommer 2022 sei – mit dem Ziel der baldigen Wiederinbetriebnahme – ein Brandschutzkonzept beauftragt und erstellt worden. Nach ersten Kostenschätzungen und der Ermittlung weiterer Risiken habe sich der finanzielle Bedarf stetig erweitert. „Durch einen Ratsbeschluss im April wurde die von den Grünen favorisierte Sanierung des Bürgerbades mehrheitlich abgelehnt. Ohne eine detaillierte Untersuchung einer möglichen Sanierung steuerte der Vorgang nun in Richtung Neubau“, kritisieren die Grünen. Nach heutiger Schätzung solle für 30 Millionen Euro ein Neubau mit reduzierten Möglichkeiten beschlossen werden. Durch die geplante Vergabe an einen Generalunternehmer sei der Wegfall möglicher Fördermittel bei einer Sanierung in bis zu siebenstelliger Höhe verbunden.

Zur eindeutigen Vergleichbarkeit sollten die Kostenschätzungen für die Sanierung des Bürgerbades der Kostenschätzung für den Neubau gegenübergestellt werden. „Für einen künftigen Betrieb sind ergänzend die Folgekosten eindeutig darzustellen. Zur Entscheidung dieser langfristigen Verbindlichkeiten sollten wir der Stadtverwaltung die Zeit zur Aufarbeitung der beiden Szenarien geben und die Bürger um eine verlängerte Geduld bitten“, schreiben die Grünen.

Im Bergischen wäre es nicht das erste Komfortbad, das später wegen zu hoher Betriebskosten außer Betrieb genommen würde. „Das kann nicht im Interesse der Bürger sein“, meinen Geßner, Schmeisser und Wurth.

(rue)
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