Hückeswagener DRK sucht neuen Blutspendebeauftragten

Deutsches Rotes Kreuz : Neuer Blutspendebeauftragter gesucht

Hans-Peter Propach hat in den vergangenen Jahren die Blutspendetermine des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in der Schloss-Stadt organisiert. Jetzt geht der 66-Jährige in Ruhestand und zieht zurück in seine Heimatstadt Wuppertal.

Hans-Peter Propach wird heute, Mittwoch, ein letztes Mal federführend über das Geschehen beim Blutspendetermin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in der Realschule an der Kölner Straße wachen. Der 66-Jährige war in den vergangenen sechs Jahren als Blutspendebeauftragter in der Schloss-Stadt für die reibungslose Organisation der acht Termine im Jahr zuständig. Jetzt geht er in den Ruhestand, zusammen mit seiner Frau, die am Montanus-Kreisverkehr den Getränkemarkt betreibt, wird sein Lebensmittelpunkt künftig seine Heimatstadt Wuppertal sein.

Die Hauptaufgaben für den Nachfolger sind tatsächlich administrativer Natur. Denn ein Team von etwa zehn Ehrenamtlichen kümmert sich um die Versorgung der Spender, natürlich ist auch das Blutspendetermin des DRK mit Ärzten und Krankenpflegern vor Ort, die die Spender untersuchen, beraten sowie die eigentliche Blutspende vornehmen. „Wir haben ja kein Vereinhaus mehr, weil es ja schon seit vielen Jahren keinen Ortsverband mehr in Hückeswagen gibt“, sagt Propach. Daher seien die ganzen Materialien in einer angemieteten Garage in Strucksfeld untergebracht. „Da muss ich dann am Blutspendetag mit dem Hänger hin und alles zur Realschule bringen“, sagt der 66-Jährige.

Die Örtlichkeit an der Kölner Straße sei ideal, da vor allem die Versorgung der Bürger nach der Spende in der Mensa ideal geregelt sei. „Da ist alles vorhanden, Geschirr, Gläser und Besteck. Und auch die Räume sind prima, da können die Spender sich in Ruhe noch ein wenig erholen“, sagt Propach. Neben der herzlichen Art der ehrenamtlichen Helfer sei auch das sicherlich mit ein Grund dafür, dass die Spenderzahlen in der Schloss-Stadt entgegen dem allgemeinen Trend stabil seien. „Das ist Hückeswagen – das ist Familie“, sagt Propach und schmunzelt, als er gerade wieder einmal freundschaftlich von einem Spender begrüßt wird.

Dass es mit einem eigenen Ortsverband in Hückeswagen seinerzeit nicht geklappt habe, findet Propach nach wie vor schade. „Ich hoffe ja schon, dass es vielleicht irgendwan doch noch mal einen DRK-Ortsverband Hückeswagen geben wird – aber so richtig glaube ich nicht daran“, sagt der 66-Jährige. Er sehe einen Grund darin, dass es kein Vereinshaus gebe, in dem man sich treffen könne. „Das ist eine Grundvoraussetzung. Dazu kommt, dass irgendwie immer weniger Menschen bereit sind, ein Ehrenamt zu übernehmen.“

Das sieht auch Hildegard Kranenberg vom DRK-Kreisverband Oberberg in Gummersbach. „Wir sind seinerzeit Rechtsnachfolgerin des Ortsverbands Hückeswagen geworden, als der aufgelöst wurde. Ich glaube, dass es vor allem ein Fehlen von ehrenamtlichen Mitarbeitern ist, die eine Neugründung verhindert“, sagt Kranenberg. Auch sie wünsche sich jedoch einen neuen Ortsverband, der Kreisverband würde auf jeden Fall unterstützend mitwirken. „Wir würden dem keinesfalls im Weg stehen, ganz im Gegenteil“, betont Kranenberg. Allerdings sehe sie bereits an der Schwierigkeit, einen Nachfolger für Propach zu finden, dass dieses Unterfangen vermutlich eher utopisch bleiben werde. „Es finden sich leider immer weniger Menschen, die bereit sind, im Ehrenamt auch Verantwortung zu übernehmen,“ sagt Kranenberg.

Für Propach steht nun in erster Linie der Ruhestand an. „Meine Frau und ich wollen jetzt viel reisen und noch etwas von der Welt sehen“, sagt er. Allerdings betont er weiter, dass er seinem Nachfolger als Blutspendebeauftragter natürlich für eine umfrangreiche Einarbeitung zur Seite stehen werde.

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