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Hückeswagener: Das „Gold“ der Stadt steckt im Abwasser

Stadtrat : Das „Gold“ der Stadt steckt im Abwasser

Der Abwasserbetrieb bleibt ein hoch profitabler städtischer Eigenbetrieb, der dem Haushalt richtig gut tut.

Der Abwasserbetrieb bleibt so etwas wie die Schatztruhe der Stadt. In den zurückliegenden Jahren sind Millionen an Gewinnen aus dem hoch profitablen städtischen Eigenbetrieb in den Haushalt geflossen – und so geht es weiter: Im Jahresabschluss für 2017 wird ein Überschuss von knapp 620.000 Euro ausgewiesen. Der Stadtrat beschloss einstimmig, die Summe an den allgemeinen Haushalt abzuführen. Schon seit 2006 wird der „Gewinn-Transfer“ so gehandhabt.

Hinzu kommt eine Eigenkapital-Rückführung von 200.000 Euro aus früheren Gewinnen des Abwasserbetriebes, die in den Jahren zwischen 1989 und 2005 erwirtschaftet worden waren und die bislang noch nicht an den städtischen Haushalt abgeführt wurden. Auch sie beschloss der Rat einstimmig. Im Betrieb bleibt ein Restbestand noch nicht abgeführter Gewinne in Höhe von etwa 614.000 Euro.

Auch die Jahresüberschüsse des Freizeitbades landen am Ende im allgemeinen Haushalt der Stadt. Aktuell sind es 500.000 Euro. Das Bad ist eigentlich ein Zuschussbetrieb, die Überschüsse resultieren allein daraus, dass Gewinne aus der Beteiligung der Stadt am Energieversorger BEW zunächst in den Betrieb fließen, bevor sie dann an den städtischen Haushalt abgeführt werden. Aus dem zahlt die Stadt dann einen Liquiditätszuschuss an die Bürgerbad gGmbH, damit der Betrieb weitergeführt werden kann. Der Zuschuss für das nächste Jahr beträgt, wie schon 2018, wieder 300.000 Euro.

(bn)