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Hückeswagener CDU freut sich über Wahl Laschets

Drei Stimmen zum neuen CDU-Bundesvorsitzenden : Hückeswagener CDU freut sich über die Wahl Laschets

Die drei hiesigen CDU-Politiker Peter Biesenbach, Christian Schütte und Marc von der Neyen gratulieren Armin Laschet zur Wahl zum neuen CDU-Bundesvorsitzenden. Das Signal sei: Es geht in der Mitte weiter.

Schon kurz nachdem das Wahlergebnis am Samstag gegen 11.30 Uhr feststand, schickte NRW-Justizminister Peter Biesenbach eine SMS an seinen „Chef“ Armin Laschet und gratulierte zum Sieg. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Ausgang der Wahl“, sagte der Hückeswagener im Gespräch mit unserer Redaktion. Wen er als einer der 1001 Delegierten gewählt habe? „Darauf gebe ich zwar keine Antwort, wiederhole aber: Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden“, erklärte Biesenbach, der seit dreieinhalb Mitglied des Kabinetts von NRW-Ministerpräsident Laschet ist.

Er kenne Armin Laschet aus vielen Jahren gemeinsamer Arbeit, schätze seine lösungsorientierte Politik und seinen Blick, der Richtung Zukunft gerichtet sei. „Seine Rede vor der Wahl war ausgesprochen überzeugend“, befand Biesenbach. „Er wirkte ganz ruhig, obwohl ihm klar war, worum es geht.“ Er glaube, dass Friedrich Merz am Ende die fehlende Initiative in den vergangenen zwei Jahren die Wahl gekostet habe. Währenddessen stellte er Norbert Röttgen ebenfalls ein gutes Zeugnis aus: „Er wäre ein idealer Außenminister“, sagte Biesenbach Die Frage nach der Kanzlerkandidatur ist für ihn derzeit offen: „Die Diskussion kommt noch.“

 Landesjustizminister Peter Biesenbach
Landesjustizminister Peter Biesenbach Foto: Stephan Büllesbach

Viele Emotionen seien rund um die Wahl zum neuen CDU-Parteivorsitzenden im Spiel gewesen, räumte er dann ein. „Ich war richtig aufgeregt“, erzählte Biesenbach. Das habe nicht nur mit der Personenwahl zu tun gehabt, sondern auch mit dem Wunsch, als CDU ein klares Signal an die Bevölkerung senden zu können und sich als politische Kraft anzubieten. Das sei auch dank des digitalen Formats gut gelungen: „Wir waren alle in Sorge, ob ein digitaler Parteitag klappen würde. Nun können wir sagen: Er ist toll gelungen.“

 CDU-Fraktionschef Christian Schütte
CDU-Fraktionschef Christian Schütte Foto: Deike Schütte

Diesen Eindruck hatte auch Christian Schütte, CDU-Fraktionschef im Stadtrat, der den Parteitag von Freitagabend an verfolgt hatte. „Das ist ein klares Signal: Es geht in der Mitte weiter“, betonte er. Zwar habe die Hückeswagener CDU Norbert Röttgen favorisiert, sei aber mit diesem Ergebnis auch zufrieden. „Laschet steht für Kontinuität, Vertrauen und Verlässlichkeit. März für die sehr konservativen Werte und Röttgen für den Blick Richtung Zukunft“, fasste Schütte zusammen. Als kleine Ur-Zelle in Hückeswagen habe es eine klare Präferenz für Aufbruch und Mitte gegeben. „Nun schlagen zwei Herzen in unserer Brust“, räumte der Fraktionsvorsitzende ein mit Blick auf die Kanzlerkandidatur für Bundestagswahl im September. „Wenn Laschet Kanzlerkandidat wird, könnten wir ihn als Ministerpräsidenten verlieren“, sagte Schütte, der Laschets „menschennahe Art des Regierens“ schätzt.

 Stadtverbandsvorsitzender Marc von der Neyen
Stadtverbandsvorsitzender Marc von der Neyen Foto: CDU

Auch Stadtverbandsvorsitzender Marc von der Neyen hält Lascht für eine gute Wahl. „Das Ergebnis ist so, wie wir es uns gewünscht haben“, erklärte er. Laschet sei ein Mann der Mitte. Die Reden der drei Kandidaten seien völlig unterschiedlich ausgefallen und Laschet habe den Eindruck vermittelt, als könne er die verschiedenen Strömungen in der Partei verbinden. Als der Stimmenunterschied zwischen Laschet und Merz im ersten Wahlgang nur bei fünf Stimmen gelegen habe, hatte von der Neyen optimistisch den zweiten Wahlgang abgewartet.

„Das war ein interessantes Format“, sagte er zur digitalen Variante des Parteitags. Er erhoffe sich auch für die Zukunft, dass eine digitale Ergänzung genutzt werden: „So haben wir an den Bildschirmen auch viel mehr davon.“