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Hückeswagener CDU-Fraktionsvorsitzende „erschüttert“ über AKK-Entschluss

Hückeswagener CDU-Fraktionschef : Schütte „erschüttert“ über AKK-Entschluss

Der CDU-Fraktionsvorsitzende befürchtet, dass nun Friedrich Merz Bundesvorsitzender wird.

Als Annegret Kramp-Karrenbauer, parteipolitisch so etwas wie die oberste Chefin von Christian Schütte, am Montag bekannt gab, nicht Kanzlerkandidatin werden und den Bundesvorsitz der CDU abgeben zu wollen, „hat mich die Nachricht kalt erwischt“. Der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Stadtrat zeigte sich auf Anfrage „ein bisschen erschüttert“ von ihrer Entscheidung. Vor allem werde das jetzt auf die Ministerpräsidenten-Wahl in Thüringen projiziert, wo der (inzwischen schon wieder zurückgetretene) FDP-Kandidat nicht nur mit den Stimmen der CDU, sondern auch mit denen der rechtspopulistischen AfD gewählt worden war. „Das hat etwas mit AKK gemacht“, sagte Schütte.

Im Vorfeld hatte die Bundesvorsitzende ihre thüringische Parteifreunde gebeten und aufgefordert, keinen Ministerpräsident zusammen mit den Stimmen der AfD zu wählen, doch das stieß offenbar auf kein Gehör. Deswegen sei sie vermutlich enttäuscht „und auch ein Stück weit groß genug“, dass sie nun für die Partei den Weg frei machen wolle. Das sorgt bei Schütte für Respekt, „auch wenn ich das Ganze eher weiter durchgekämpft hätte“. Vielleicht traue sich AKK das aber auch nicht mehr zu, weswegen sie am Montag die weitreichende Entscheidung getroffen hat.

„Jetzt werden wir womöglich das Gleiche erleben wie die SPD – viele fühlen sich berufen, aber nur wenige sind auserwählt“, sagte Schütte. Er geht davon aus aus, dass sich Friedrich Merz und Jens Spahn erneut um den Parteivorsitz bewerben werden, wobei der Hückeswagener kein Freund von Ersterem ist, wie er deutlich macht. Schütte hofft, dass Ministerpräsident Armin Laschet nicht ebenfalls seinen Hut in den Ring wirft. „Das wäre fatal für NRW“, glaubt er. Laschet sei schließlich sehr bürgernah. „Und ich weiß nicht, ob wir die nächste Landtagswahl dann nicht verlieren werden, wenn er nach Berlin gehen sollte.“

(büba)