Hückeswagener Bauerncafé zum Busenbach öffnet

Gemütliche Stunden in der Natur: Auf ein Schnaff ins Bauerncafé

Im Café am Busenbach an der Bahntrasse lässt es sich in gemütlicher Atmosphäre bestens erholen.

Wer sich in der Schloss-Stadt schon einmal auf den Weg über die Fahrradtrasse nach Bergisch Born gemacht hat, kommt nach dem langen Anstieg entlang der Wupper-Vorsperre in Richtung Wiehagen an der Abfahrt zum Bauerncafé in Busenbach vorbei. Dort haben Marcus Paul und Nadine Strombach vor einigen Jahren einen mehr als 200 Jahre alten Hof gekauft, in Eigenregie renoviert und über die vergangenen vier Jahre dort ein Freiluft-Café mit gemütlichen Sitzgelegenheiten und vielen Tieren, darunter Husumer Sattelschweinen, Kaninchen, Hühner, Gänse und seit Mai dieses Jahres drei Ziegen, etabliert. Zur Freude der oft auch jungen Besucher.

An insgesamt sechs Wochenenden im Frühjahr und Sommer hat das Bauerncafé in seiner vierten Saison geöffnet und wird auch in diesem Jahr wieder Anlaufpunkt für viele Radler, Jogger und Wanderer auf der Trasse sein.

Das Anwesen von Paul und Strombach, die dort mit ihren beiden Kindern Nele und Michel wohnen, ist tatsächlich urgemütlich. Und das liegt nicht zuletzt an der herzlichen Art der Besitzer, die ihre Gäste nicht nur mit erfrischenden Getränken und selbstgebackenem Kuchen verwöhnen, sondern immer auch ein freundliches Lächeln im Gesicht und ein paar nette Worte übrig haben. Und wer sich von der anstrengenden Radtour oder dem schweißtreibenden Lauf ein wenig erholen will, der ist beim Zwischenstopp auf Wiehagen auf jeden Fall an der richtigen Adresse.

Auf dem etwa 8000 Quadratmeter großen Grundstück findet man auch bei Hochbetrieb einen Platz. „Auch die Tiere haben genügend Raum – wird finden eher manchmal unsere Kinder nicht direkt wieder“, sagt Strombach und lacht. Vor allem für die kleinen Besucher ist es zudem eine große Freude, sich die vielen Tiere anzusehen – besonders eindrucksvoll sind dabei natürlich die imposanten Sattelschweine, die sich nach Herzenslust im Dreck suhlen, gemütlich im Schatten liegen oder grunzend durch das umfangreiche Waldstück im hinteren Bereich des Grundstücks spazieren.

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Und der größte Hingucker ist freilich, wenn es Nachwuchs gibt, der quiekend neben der Muttersau liegt oder tapsig die ersten Schritte macht. „Wir haben uns aber jetzt ein wenig verkleinert und nur noch zwei Schweine“, sagt Strombach. Denn natürlich brauchen die Tiere nicht nur viel Futter, sondern wollen auch anderweitig versorgt werden. „Wir haben eine ganze Menge Ferkel zur Zucht weggegeben, damit diese alte Tierrasse noch weiter verbreitet wird“, sagt Strombach.

Eine weitere Veränderung im Café Busenbach betrifft die Speisekarte oder vielmehr die Getränkekarte. „Wir sind ja sehr regional eingestellt, daher unterstützen wir nach Möglichkeit auch Produzenten von regionalen Produktne“, sagt Strombach. Daher gibt es im Bauerncafé ab dieser Saison auch das Schnaff-Bier der Jazz-Brüder Roman und Julian Wasserfuhr. „Wir kennen uns ja noch aus der gemeinsamen Schulzeit, und es ist richtig schön, jetzt wieder etwas zusammen zu machen“, sagt Strombach.

War der Sommer im Vorjahr noch eher übersichtlich warm und nur selten so richtig sommerlich, freuen sich Strombach und ihr Mann in diesem Jahr über bestes Hochsommerwetter an bislang allen Terminen. „Wir waren an allen Wochenenden sehr gut ausgelastet, was zwar anstrengend ist, aber eben natürlich auch sehr schön für uns“, sagt Strombach. Ihr sei zudem aufgefallen, wie positiv sich die Bahntrasse entwickelt habe – sie könne das schließlich recht gut beurteilen, da das Bauerncafé ja parallel zur Eröffnung der Trasse eröffnet wurde.

„Die Trasse ist für die Stadt von großer Bedeutung, das merkt man nicht zuletzt daran, dass viele Gäste von außerhalb sie benutzen und öfter auch in Hückeswagen übernachten“, sagt Strombach. Und das wirke sich wiederum natürlich auf die Besucherzahlen im Bauerncafé am Busenbach auf Wiehagen aus, wie Strombach schmunzelnd ergänzt.

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