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Hückeswagener Abwasserbetrieb bleibt profitabler Eigenbetrieb der Stadt

Abwasserbeseitigung in Hückeswagen : Abwasserbetrieb bleibt profitabel

Im Jahresabschluss 2019 wird ein Überschuss von knapp 653.000 Euro ausgewiesen. Betriebsausschuss beschließt, die Summe an den städtischen Haushalt abzuführen.

Der Abwasserbetrieb bleibt ein Erfolgsmodell für die Stadt. Bereits in den vergangenen Jahren sind Millionen an Gewinnen aus dem profitablen städtischen Eigenbetrieb in den Haushalt geflossen – und so geht’s auch weiter: Im Jahresabschluss für 2019 wird ein Überschuss von knapp 653.000 Euro ausgewiesen. Der Betriebsausschuss beschloss jetzt, die Summe wie gewohnt an den allgemeinen Haushalt abzuführen. Seit 2006 gibt es diesen Transfer.

Hinzu kommt eine Eigenkapital-Rückführung von 200.000 Euro aus früheren Gewinnen des Abwasserbetriebs, die zwischen 1989 und 2005 erwirtschaftet worden waren und die bislang noch nicht an den städtischen Haushalt abgeführt wurden. Im Betrieb blieb zum Stichtag 31. Dezember 2019 ein Restbestand noch nicht abgeführter Gewinne von knapp 415.000 Euro. Für 2020 sollen 200.000 Euro an den Haushalt abgeführt werden, der Rest nicht abgeführter Gewinne zum 31. Dezember 2020 beträgt nach Angaben der Verwaltung knapp 215.000 Euro. 2021 erfolgt damit die letzte Rückführung. Dann sind die Überschüsse aufgebraucht und es erfolgt nur die Überführung des normalen Jahresüberschusses.

Schon im September 2007 hatte der Stadtrat den Grundsatzbeschluss gefasst, die Gewinne aus den Eigenbetrieben jährlich an den allgemeinen Haushalt zu überweisen – ein nicht unerheblicher Beitrag zur Haushaltskonsolidierung. Damit will die Stadt dem Steuerzahler das zurückgeben, was der Gebührenzahler zu viel gezahlt hat.

Der Hintergrund: Neben langfristigen Investitionskrediten finanziert sich die Stadt auch über aktuell zinsgünstige Kassenkredite, die ursprünglich einmal nur dazu gedacht waren, kurzfristige Liquiditäts-Engpässe zu überbrücken.