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Hückeswagen: Zu wenig Parkplätz – AfD lehnt ISEK ab

Zukunftspläne für Hückeswagener Innenstadt : Zu wenig Parkplätze – AfD lehnt ISEK ab

Die Ratsfraktion fordert, das Integrierten Stadtentwicklungskonzept zu überarbeiten. Der Verlust von Parkplätzen sei inakzeptabel.

Das Gesicht der Hückeswagener Innenstadt verändern, diese attraktiver und moderner machen – das ist das Ziel des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK), an dem seit mehreren Jahren gefeilt und dessen Konzept bis Ende September für eine Landesfinanzierung eingereicht werden soll. Bislang gab es in der Politik große Zustimmung, jetzt aber schert die AfD aus: Ihre jüngste Pressemitteilung betitelt die Stadtratsfraktion mit: „NEIN zum ISEK!“

Den Fokus in ihrer Begründung für die Ablehnung setzt die AfD dabei auf die künftige Parksituation in der Innenstadt, sollte das ISEK so umgesetzt werden, wie die derzeitigen Planungen es vorsehen. „Bei der Präsentation zum ISEK konnten gemäß dem vorliegenden Plan lediglich noch neun Parkplätze in der Marktstraße gezählt werden. Dies ist absolut inakzeptabel“, heißt es in der Pressemitteilung. Die Fraktion setze sich für den Erhalt der Parkplätze in der Alt- und in der Innenstadt ein.

„Die ohnehin schon angespannte Parksituation, insbesondere in der Marktstraße, würde durch den Umbau weiter verschärft und beträfe auch zahlreiche weitere Straßen indirekt“, argumentiert die AfD. Die Situation in der Altstadt sei schon jetzt nicht mehr anwohnerfreundlich. Zudem sei es schier unmöglich geworden, einen Parkplatz zu finden. Hinzu kämen der Gaststätten-Betrieb in dem Bereich und das Kultur-Haus Zach, deren Besuchern keine weiteren Parkmöglichkeiten angeboten würden, oder es käme zu einer Verdrängung der Anwohner. Die AfD-Fraktion kommt somit zu dem Fazit: „Der ISEK-Entwurf ist im Bereich der Alt- und Innenstadt dringend zu überarbeiten.“ Zumal auch an anderen Stellen in der Stadt, wie Bahnhofstraße, Aldi-Parkplatz oder Bahnhofsplatz Stellflächen wegfallen sollen. Mit Blick in die Zukunft schreibt sie: „Im vorliegenden Entwurf wird eindeutig nicht berücksichtigt, dass 2040 der Anteil der Über-60-Jährigen fast ein Drittel der Hückeswagener Bevölkerung darstellt.“ Diese Bevölkerungsgruppe sei nicht in der Lage, ihre Einkäufe mit einem Lastenfahrrad zu erledigen. „Auch Menschen ab 60 sowie Menschen mit Einschränkungen haben ein Recht auf individuelle Mobilität nach ihren Möglichkeiten.“, heißt es in der Pressemitteilung. Für diese Menschen stelle das ISEK in dieser Fassung eine unzumutbare Härte dar, „die wir nicht hinnehmen können“.