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Hückeswagen: „Wohnen am Schloss“ verläuft nach Plan

Bauprojekt im Zentrum : „Wohnen am Schloss“ verläuft nach Plan

Nächste Woche ist die Tiefgaragendecke fertig, dann geht’s mit dem Rohbau los. Die zwei Mehrfamilienhäuser des Bauprojekts sollen bis Mitte 2019 fertig sein. Architekt Ralf Eversberg ist zuversichtlich, diesen Plan einzuhalten.

Sechs Jahre lag das Areal unterhalb des Schlosses brach, auf dem sich zuletzt die Diskothek „Holzwurm“ im Gebäude des ehemaligen Schlosshotels befunden hatte. Mehrere Investoren versuchten bereits, ein Wohnprojekt auf dem Gelände unter blumigen Bezeichnungen wie „Wohnen am Schloss“ oder „Schlossvillen“ zu realisieren. Jetzt wird endlich gebaut. Die Rohbauarbeiten an der Tiefgarage neigen sich dem Ende entgegen.

Im Oktober 2011 hatte der Hückeswagener Jürgen Hartmann das Gelände erworben, um dort drei Häuser mit 33 Wohnungen zu errichten. Nach einer Überarbeitung der Pläne aufgrund großer Kritik aus der Bevölkerung und der Politik hatte Hartmann das Projekt im April 2016 schließlich abgegeben. Die Runkel-Unternehmensgruppe aus Siegen hatte kurzfristig übernommen, war aber bereits im Mai 2017 wegen mangelnder Interessenten wieder abgesprungen. Dann kam Ralf Eversberg ins Spiel.

Sechseinhalb Jahre nachdem die ersten Pläne aufgestellt worden waren, geht es jetzt alles ganz schnell. Investor Eversberg, Hückeswagener Architekt mit Büro in Remscheid und jeder Menge Bauerfahrung in der Schloss-Stadt, hat Nägel mit Köpfen gemacht und das Projekt im Frühjahr dieses Jahres auf den Weg gebracht. Anfang Mai begannen die Erdarbeiten, wobei 3500 Kubikmeter Erde bewegt wurden. Kurz darauf ging es mit den Rohbauarbeiten und dem Gießen der Bodenplatte richtig los. Im Sommer 2019 sollen nun die zwei Mehrfamilienhäuser mit jeweils elf Wohnungen zwischen 69 und 115 Quadratmetern unterhalb des Hückeswagener Wahrzeichens bezugsfertig sein.

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Jetzt, Mitte August, sind die Dimensionen des Bauvorhabens schon ein gutes Stück deutlicher zu erkennen. Wo noch vor einigen Wochen nur ein großes Erdloch zu sehen war, steht inzwischen der Rohbau der Tiefgarage. „Bis jetzt ist alles nach Plan gelaufen, ich bin mit dem Baufortschritt sehr zufrieden“, sagt Eversberg. In der vergangenen Woche sei die Tiefgaragendecke der Hausnummer 1a betoniert worden, nun seien die Außenwände der Tiefgarage der Hausnummer 1 an der Reihe. „Eine Woche später wird dann auch dort die Tiefgaragendecke betoniert“, berichtet Eversberg. Der Archtivekt hatte zuletzt den Neubau an der Bachstraße neben dem Elterninitiativ-Kindergarten „Rappelkiste“ realisiert. Die Baugrube wird verfüllt, sobald die Außenwände isoliert sind. „Diese Arbeiten laufen weitgehend parallel ab“, erklärt Eversberg.

Auch für den weiteren Bauablauf ist der Hückeswagener optimistisch. „Der Plan sieht vor, dass wir noch vor Weihnachten mit dem Rohbau, dem Dach und den Fenstern fertig sein wollen“, sagt der Architekt. „Das kriegen wir hin!“ Nach Möglichkeit soll dann Ende dieses Jahres auch direkt mit einigen Nebenarbeiten im Inneren des Rohbaus begonnen werden. „Das hängt aber davon ab, wie der kommende Monat vom Wetter her aussieht“, sagt Eversberg. Sollten der Rest vom August und September nämlich sehr verregnet sein, könne sich das auch ein wenig nach hinten verschieben. Die Fertigstellung des Rohbaus sei davon jedoch nicht beeinträchtigt. Der Bauabschluss mit Bezugsmöglichkeit für die neuen Eigentümer sei dann für die zweite Hälfte 2019 geplant, versichert Eversberg.

Die Nachfrage nach den Wohnungen sei ungebrochen groß. Ein Grund hierfür dürfte neben der schönen Lage auch das anhaltend niedrige Zinsniveau sein. Das und der Bedarf an Wohnraum in der Schloss-Stadt hatten Eversberg seinerzeit auch gereizt, das Großprojekt auf rund 2500 Quadratmetern Fläche in Angriff zu nehmen. Auch damals sei bereits klar gewesen, dass die Wohnungen wohl nicht lange leerstehen würden. Denn schon als Eversberg im Oktober vorigen Jahres den Bauantrag eingereicht hatte, habe es bereits 17 ernsthafte Interessenten gegeben. „Zum Stand jetzt sind 19 Wohnungen bereits verkauft. Somit sind noch drei Wohnungen zu haben“, sagt Eversberg. Mögliche Interessenten sollten sich also beeilen, wenn sie künftig unterhalb des Hückeswagener Schlosses residieren wollen.