Hückeswagen: „Wohnen am Schloss“ ab Anfang November

Neubauprojekt in Hückeswagen : Ab November „Wohnen am Schloss“

Es sieht schon vieles fertig aus auf der Baustelle unterhalb des Schlosshangs. Aber in den kommenden Monaten stehen weitere wichtige Arbeiten an. Vor allem der Hof und die Zufahrt zur Tiefgarage müssen noch fertiggestellt werden.

Auf der Baustelle für das Projekt „Wohnen am Schloss“ an der Bachstraße hat sich viel getan. Trotzdem wird sich der Einzug der ersten Bewohner etwas nach hinten verschieben. Ursprünglich sollten zum Ende des Sommers die ersten ihre Wohnungen beziehen, doch daraus wird nichts. Architekt Ralf Eversberg hat für den 15. November die Übergabe der Wohnungen geplant.

Auch wenn schon vieles auf dem Areal unterhalb des Schlosshangs fertig aussieht, gibt es noch jede Menge zu tun. Da geht es vor allem um die Hofflächen an der Rückfront. „In der Tiefgarage haben wir 22 Stellplätze, für jede Wohnung einen“, sagt Eversberg. Hinzu kommen 13 Stellflächen auf dem Hof, jeweils den Wohnungen zugeordnet, die diesen Platz gekauft haben. Die Zufahrt zur Tiefgarage erfolgt von der Bachstraße, die genau hinter dem Neubau in die Bahnhofstraße übergeht. In den kommenden Wochen steht noch die Regenentwässerung bis zur Bahnhofstraße auf dem Programm, außerdem die Installation der Glasgeländer für die Balkone und Terrassen. Im Haus Bachstraße 1a (von vorne gesehen das rechte Gebäude) müssen nur noch das Parkett verlegt und die Innentüren eingesetzt werden. „Dann sind wir da fertig“, sagt Eversberg.

Die Rückfront der beiden Gebäude. Foto: Joachim Rüttgen

Haus Bachstraße 1 hinke vier Wochen hinterher, hier müssten zuvor noch Fliesen- und Malerarbeiten erfolgen, ehe auch hier Parkett und Innentüren eingebaut werden. Der leichte Verzug sei völlig im Rahmen, meint der Architekt. Geplant seien 17 Monate Bauzeit, und die seien am 15. November zu Ende.

Von den 22 Eigentumswohnungen werden knapp 40 Prozent wieder vermietet. In den vergangenen vier Jahren hat Eversberg damit in den Gebäuden Bachstraße und Rader Straße 55 Wohnungen gebaut, von denen 40 bis 50 Prozent vermietet wurden. „Den Vorwurf vor allem in den sozialen Netzwerken, die Häuser seien nur für reiche Menschen, kann ich nicht nachvollziehen“, sagt er. Natürlich müsse man schon ein bisschen Geld haben, um sich eine solche Wohnung zu kaufen. Aber eine Vermietung entlaste auch den Wohnungsmarkt, entgegnet der Architekt seinen Kritikern. Ab Anfang November werden die ersten Bewohner einziehen, die Wohnungen sind alle verkauft. Vor jedem Haus wurden eine Grünfläche eingesät und jeweils zwei Bäume gesetzt – je eine Säulenbuche und eine Säulenkirsche. Zur Feuerwache hin gibt es ebenfalls ein grünes Areal, außerdem rechts neben der Zufahrt zur Tiefgarage. „Ringsherum sowie zwischen den Gebäuden und zwischen den Gabionenwänden setzen wir eine Hecke, ferner gibt es weitere Blütensträucher auf dem Gelände“, erläutert Eversberg.

Im Vorgarten gibt es hinter der Gabionenwand viel Platz für Grün für die Bewohner. Foto: Joachim Rüttgen

Hinter der Hecke werden die Mülltonnen deponiert. Und ein separates Törchen führt nicht nur zu den Tonnen, sondern auch über einen barrierefreien Zugang zu Haus Bachstraße 1. „Wir haben hier die Besonderheit, dass zwischen den beiden Gebäuden der Bürgersteig um 1,40 Meter abfällt. Das müssen wir überwinden, Haus 1a ist barrierefrei zu erreichen“, sagt Eversberg. Die sechs Terrassen der beiden Häuser werden mit einem Glasgeländer und Milchglas ausgestattet, damit nicht jeder, der vorbeigeht, direkten Blickkontakt auf die Terrassen hat.

Vor dem Haus parken Handwerker: Fensterbauer, eine Reinigungsfirma, ein Fachmann für Rollläden und Aufzüge. Auf der Bach- und der Bahnhofstraße rauscht derweil der Verkehr vorbei. Damit die Lärmbelästigung erträglich bleibt, wurden Fenster mit Dreifach-Verglasung eingebaut. Geheizt wird mit Erdwärme. Hinten raus bekommen alle Bewohner reichlich Sonne, die Mieter und Eigentümer in Haus 1a mehr morgens und mittags, die in Haus 1 mehr am Nachmittag und frühen Abend. Die beiden kleinen Treppenanlagen zur Bachstraße dienen übrigens nicht dem Zugang zu den Terrassen, sondern sind lediglich für den Notfall gedacht.

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