Hückeswagen wird Teil der Regionale 2025

Vorbereitungen : Hückeswagen ist Teil der Regionale 2025

Ende 2016 haben sich die Kreise Oberberg, Rhein-Sieg und Rhein-Berg mit insgesamt 28 Kommunen beworben und den Zuschlag für 2025 erhalten. Seitdem wurden bereits erste Projektideen auch für die Schloss-Stadt entwickelt.

Bürgermeister Dietmar Persian verkündete im Planungsausschusses die freudige Nachricht. „Wir haben den Zuschlag für die Regionale 2025 bekommen. Wir sind eine von 28 Kommunen aus Rhein-Berg, Rhein-Sieg und Oberberg, die beteiligt werden.“ Bei der erstmaligen Teilnahme an der regionalen Strukturförderungsmaßnahme des Landes 2010 seien einige Dinge umgesetzt worden, deren Strahlkraft bis heute für Hückeswagen stünden, sagte Persian. „Etwa der Ausbau der Bahntrasse zum Fahrradweg oder die Gestaltung des Rosengartens am Schloss oder der Wupperauen“, sagte er. Das habe die Schloss-Stadt im Sinne der Attraktivität deutlich nach vorne gebracht. „Die Maßnahmen sind vielleicht heute nur nicht so im Gespräch, weil sie zum Alltag geworden sind“, sagte Persian.

Den Zuschlag habe man im März 2017 bekommen, seit Anfang 2018 Jahres sei man in der Planungsfindung, sagte Bauamtsleiter Andreas Schröder. „Die sichtbare Umsetzung unserer Ideen wird 2026/2027 geschehen.“ Im Rahmen der Planungs- und Ideenfindung hätten die Beteiligten sich sowohl auf die Außenwirkung als auch die Wirkung für die Stadt selbst verlegt. „Mit ersterem sind Projekte gemeint, die sich auch auf die Nachbarstädte auswirken können. So steht die Zusammenarbeit mit Wipperfürth weit oben auf der Liste“, sagte Schröder. Hier laute das Schlagwort „interkommunale Entwicklungsstrategie“ – und diese sei auch bei der Bewerbung wichtig gewesen.

Dabei seien Themen wie Wohnen und Gewerbe wichtig, aber auch der Erholungsraum mit der bergischen Seenplatte, Übernachtungsmöglichkeiten oder die Gestaltung einer Schwimminsel auf den Talsperren, die über die Stadtgrenzen von Hückeswagen hinausgingen. „Wir wollen in der zweiten Jahreshälfte 2019 mit dem Regionalen Entwicklungskonzept für beide Städte beginnen“, sagte Schröder.

Die Planungen im Integrierten Stadtentwicklungskonzept beschränkten sich auf die Gegebenheiten und Möglichkeiten in der Schloss-Stadt selbst. „Themen sind die neue Altstadt, das Schloss, Parks und Spielflächen sowie der Verkehr“, sagte Schröder.

Bei der neuen Altstadt solle es darum gehen, Leben in der historischen Altstadt zu halten. Es umfasse den Bereich Bahnhofsplatz, Bahnhofstraße und Wilhelmplatz ebenso wie die historische Bausubstanz und die Straßen und Plätze oberhalb der Islandstraße. Bei den Parks und Spielflächen sei ein Mehrgenerationenspielplatz an der Goethestraße im Gespräch, aber es gehe auch um eine Um- oder Neugestaltung des Stadtparks, der Wupperauen und des Schlosshagens. Das Thema Verkehr sei auch für ältere Menschen wichtig. So drehten sich die Überlegungen hierzu etwa auch um eine Schnellbusverbindung nach Köln. Aber auch Ladestationen für E-Bikes und E-Autos, Radboxen und der weitere Ausbau der Radwege seien von Bedeutung.

Ein weiteres Thema ist die künftige Nutzung des Schlosses. „Wegen der Brandschutzproblematik ist unser Aushängeschild derzeit ja nur eingeschränkt nutzbar“, sagte Persian. Die Ideen dürften in verschiedene Richtungen gehen. „Wir wollen mehr Leben auf dem Schlossplatz haben.“ Und das sei auch von außen an die Stadtverwaltung herangetragen worden. „Es hat schon Anfragen gegeben, ob im Schloss nicht ein Hotel angesiedelt werden könne. Das haben wir immer abschlägig beurteilt, weil wir glauben, dass das Schloss öffentlich genutzt werden soll“, sagte Persian. Es gebe noch keine konkrete Pläne, aber der Kreis und auch Landrat Jochen Hagt seien begeistert davon, das Schloss weitergehend zu nutzen. Horst Fink, SPD-Ortsvorsitzender, fragte, wann denn die Hückeswagener mit in den Planungsprozess eingebunden würden. „Die Planungen werden derzeit ausgeschrieben, in der ersten Jahreshälfte 2019 wird es dazu auch die ersten öffentlichen Veranstaltungen geben“, sagte Schröder. Einen genauen Zeitplan könne er noch nicht nennen. „Aber naturgemäß muss bis 2025 etwas passiert sein“, sagte der Bauamtsleiter. In der zweiten Jahreshälfte 2019 werde das Regionale Entwicklungskonzept angegangen. Das brauche mehr Vorlauf, da hier ja zwei Kommunen beteiligt seien.

Protest kam von den Freien aktiven Bürgern. Ralf Thiel wollte wissen, woher denn das Geld für die Maßnahmen komme. „Ich kann das so nicht mittragen“, sagte er und verweigerte dem Beschuss zur Regionale 2025 die Zustimmung. Er wurde jedoch mit der Mehrheit der restlichen Mitglieder angenommen.

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