Hückeswagen: „Winni“-Konzert mit leisen und rockigen Tönen

Kultur-Haus Zach : „Winni“-Konzert mit leisen und rockigen Tönen

Restlos ausverkauft war das Kultur-Haus Zach, als Winfried Boldt zum Jubiläumskonzert einlud. Auf der Bühne stand der Hückeswagener mit sechs Musiker-Freunden. Das Publikum war begeistert.

Zehn Jahre „Winni and friends“ – das musste gefeiert werden. So gab Winfried Boldt am Samstagabend ein Jubiläumskonzert im Kultur-Haus Zach, das ganz die Handschrift des Hückeswagener „Altrockers“ trug und bei der großen Fangemeinde bestens ankam. Das Konzert war restlos ausverkauft. „Wir hätten noch viel mehr Karten verkaufen können, aber zwei Konzerte hintereinander klappte diesmal leider nicht“, bedauerte Boldt.

Auf der Bühne stand „Winni“ mit sechs Musiker-Freunden, die ein sehr abwechslungsreiches Programm boten. Im ersten Set stimmte die Band das Publikum mit ruhigeren und mehreren deutschsprachigen Stücken ein – „nicht nur leichte Kost“, wie Boldt betonte. Besonders viel Applaus erhielt der Künstler für seine Eigenkomposition – ein vertontes Gedicht über die Zustände in der Welt und das Wegschauen bei Rassismus und Rechtspopulismus, das nachdenklich stimmte. „Der Text ist genial und entspricht genau meiner Einstellung“, sagte Zuschauerin Marion Blumberg gerührt von diesem Lied.

Im zweiten Set nach der Pause wurde es deutlich fetziger und rockiger. Hier standen zwei Potpourris von den Beatles und The Rolling Stones im Mittelpunkt, gefolgt von mehreren Joe-Cocker-Songs, stimmlich nah am Original gesungen von Sänger Peter Benninghoff. Der Charme des Konzerts lag aber in der Mischung der vielen Oldies und Evergreens, die jeder kennt und die auch nach Jahren immer noch für Begeisterung sorgen. „Ich habe alle Stücke für das Konzert ausgesucht und entsprechend arrangiert“, sagte Winfried Boldt.

Das Zusammenspiel nach nur zwei gemeinsamen Proben war eine Herausforderung für die Musiker. „Wir sind ja keine feste Band. Jedes Konzert ist anders und das Jubiläumskonzert erst recht“, betonte Winfried Boldt. An seiner Seite standen „alte“ und neue Freude, wie Rolf Kampa am Bass, der schon beim ersten „Winni-and-friends“-Konzert mit auf der Bühne stand. Ganz neu dabei war Burkhard Wigger aus Wipperfürth mit Gesang und Gitarre. Ebenfalls auf der Bühne: Fabian Kampa (Schlagzeug), Thomas Olender (Gitarre) und die Hückeswagenerin Sabine Schmelzer-Beversdorff (Saxophon, Akkordeon, Gesang). So spannte Boldt mit der Songauswahl den Bogen ganz locker von französischen Chansons über Songs von Eric Clapton, Wolfgang Niedecken und Herbert Grönemeyer bis zu den Stones.

„Ein toller Abend“, waren sich die Zuschauer einig, die mehrere Zugaben forderten. Für alle Fans, die keine Karte bekommen haben, hatte der Musiker einen Trost parat: „Im Frühjahr werde ich in der Gegend noch einmal ein Konzert geben“, kündigte der Musiker aus Leidenschaft schon einmal an.

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