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Hückeswagen: Wildparker und Müll im Gewerbegebiet West 2 stören Leser

Oberdorp und Gewerbegebiet West 2 in Hückeswagen : BM-Leser stören Wildparker und Müll

Andreas Dittrich stören Lkw, die über Nacht oft an der Straße nach Oberdorp auf dem Bürgersteig stehen. Mülleimer im Gewerbegebiet West 2 fehlen ihm auch.

Die Situation ist schon mal schlimmer gewesen, sagt Andreas Dittrich, der in Oberdorp wohnt, der kleinen Ortschaft zwischen dem Golfplatz in Dreibäumen und dem Gewerbegebiet West 2. Er spricht im Bürgermonitor von zwei Dingen, die ihn stören.

„Zum einen geht es um wilden Müll in der Siedlung, beziehungsweise auf den Grünflächen im Gewerbegebiet. Das war zugegebenermaßen schlimmer, als es da noch mehr solche grünen Wiesen gegeben hat, mittlerweile ist ja fast alles zugebaut“, sagt der Hückeswagener. Bis vor wenigen Jahren seien dort alle Arten von Müll gelegen – nicht nur Kaffeebecher oder Papiertüten. „Da waren auch viele Plastikflaschen mit gelber Flüssigkeit darin – und das war bestimmt keine Orangenlimonade“, sagt Dittrich. Auch habe er schon Plastiktüten mit Fäkalien gesehen. „Ich bin ja nicht zimperlich – aber das ist schon wirklich eklig“, sagt der Hückeswagener. Seine Frau habe ihm auch davon berichtet, als sie bei der „Aktion Saubere Stadt“ mitgemacht habe. „Irgendwo hört es auf, das will man dann auch nicht mehr wegräumen müssen“, betont Dittrich.

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Das Problem, das Dittrich beschreibt, sieht er im direkten Zusammenhang mit zwei anderen Dingen. „Auf der einen Seite haben wir im Gewerbegebiet keine öffentlichen Mülleimer. Und auf der anderen Seite stehen hier an den Straßen sehr viele Lastkraftwagen, die auf ihrer Fahrt von A nach B die Zeit des Nacht- und Sonntagsfahrverbot in Hückeswagen verbringen“, sagt er.

In der vergangenen Woche habe er morgens hier auch eine bemerkenswerte Beobachtung gemacht. „Ich war mit dem Hund etwas später draußen, weil ich einen Arzttermin hatte. Aus einem Lkw wurde eine Flüssigkeit abgelassen, die zum einen übel roch – und zum anderen am Abend immer noch zu sehen war“, sagt er. Wenn es Wasser gewesen wäre, hätte es bis dahin abgetrocknet sein müssen. Eine Lösung wäre es nach Meinung von Dittrich, wenn im Gewerbegebiet Parkplätze für die Lkw ausgewiesen wären. „Es gibt doch genug Platz im eigentlichen Gewerbegebiet, die müssen doch nicht schon halb bei uns in Oberdorp stehen – zumal dort die Straße auch enger wird. Ich fände es gut, wenn ab dem Sackgassenschild nach der Kreuzung Scheideweg und Clarenbach-Straße Richtung Oberdorp Parkverbot wäre“, sagt Dittrich. Er beobachte auch immer wieder, dass dort ein bis zwei Lkw stünden, die auch den Bürgersteig blockierten. Das sei auch ohne Müll schon lästig. „Und was den Müll angeht – mindestens an den ausgewiesenen Parkplätzen sollten auch Mülleimer angebracht werden“, sagt Dittrich. Natürlich könne man niemanden dazu bringen, diese auch zu nutzen, wenn sie das nicht wollten – aber er glaube schon, dass es zumindest für etwas Verbesserung sorgen werde.

Bauamtsleiter Andreas Schröder erklärt auf Nachfrage unserer Redaktion, dass öffentliche Mülleimer nur „an öffentlichen Plätzen und Wegen außerhalb von Wohn- und Gewerbegebieten aufgestellt“ würden. „Wir haben in keinem Gewerbegebiet und in keinem Wohngebiet öffentliche Mülleimer. Diese befinden sich an Bushaltestellen, auf Spielplätzen und an stark frequentierten Wegen.“

Was die Parksituation der Lkw angehe, sagt Schröder, dass Parken auf dem Gehweg generell verboten sei. Er kündigt an, dass das Ordnungsamt den Bereich in Oberdorp künftig verstärkt kontrollieren wolle und Vergehen sanktionieren werde. Die Möglichkeit eigens ausgewiesener Parkplätze im Gewerbegebiet West 2 sehe er indes nicht. Und letztlich auch keine Notwendigkeit. Denn: „Auf den breiteren Straßen im Gewerbegebiet können Lkw auch problemlos über Nacht parken“, sagt Schröder. Es sei allerdings im Gewerbegebiet West 3 ein Parkstreifen geplant. „Dieser wird im Endzustand der Erschließung des Gewerbegebiets an der Kammerforster Höhe an der dortigen Röntgenstraße entstehen. Und dort können auch Lastkraftwagen parken“, sagt Schröder.

Was nun das Parkverbot angeht, dass sich Andreas Dittrich für die Straße nach Oberdorp wünscht, ist auch dieses außerhalb der Handlungsmöglichkeiten der Stadtverwaltung, sagt Bauamtsleiter Andreas Schröder. „Für eine solche Anordnung ist das Straßenverkehrsamt in Gummersbach zuständig.“