Hückeswagen: Wer hat den Stolperstein beschmiert?

Hückeswagen : "Stolperstein" - es ist wohl kein Täter zu ermitteln

Dass derjenige gefasst wird, der in der Nacht zum 20. April den Stolperstein des im März 1932 von Nationalsozialisten ermordeten Hückeswagener Kommunisten Bruno Blumberg mit weißer Farbe beschmiert hat, ist eher unwahrscheinlich.

Es stelle sich überhaupt die Frage, ob das Ganze tatsächlich einen politischen Hintergrund hat. Das sagte jetzt Christoph Gilles, Sprecher der Polizei in Köln, auf Anfrage unserer Redaktion.Der Staatsschutz Köln ermittelt in diesem Fall. "Allerdings hat er keinen Hinweis auf einen Täter und auch noch keinen Ermittlungsansatz", berichtete Gilles. Überhaupt sei ein solches Delikt einmalig im gesamten Zuständigkeitsbereich des Staatsschutzes Köln, der bis zum Rhein-Erft-Kreis reicht. Der Fall werde demnächst an die Staatsanwaltschaft abgegeben, sagte der Polizeisprecher. Und die wird ihn dann wohl einstellen müssen.

Der Staatsschutz ist sich laut Gilles nicht sicher, ob es sich tatsächlich um eine Straftat mit politischem Hintergrund handelt. Sei doch das Pflaster im Gehweg an der Peterstraße rings um den "Stolperstein" großflächig mit weißer Farbe beschmiert gewesen. Es kann demnach auch sein, dass jemanden an dieser Stelle einen Eimer Farbe umgekippt ist.

Auch seien die beiden anderen "Stolpersteine", die an die damals ebenfalls ermordeten Friedrich Wilhelm Mondré und Johann Fries erinnern, nicht in Mitleidenschaft gezogen worden.

Für einen politischen Hintergrund wiederum spricht die Tatsache, dass die Farbe in der Nacht zum 20. April auf dem Gedenkstein landete - und das ist der Geburtstag von Adolf Hitler.

(büba)
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