Bürgermonitor in Hückeswagen Weiter Ärger um Postzustellung auf dem Fürstenberg

Fürstenberg · Erneut beschwerte sich ein Anwohner. Erneut geht die Deutsche Post davon aus, dass es keine Schwierigkeiten mit der Zustellung gibt. Allerdings hatte es zum Jahresende einen Personalausfall gegeben, der Nachwirkungen gehabt hatte.

 Das Leeren des Briefkastens kann auch für Ärger sorgen.

Das Leeren des Briefkastens kann auch für Ärger sorgen.

Foto: Stephan Büllesbach

Irgendwie scheint es zumindest in einem Zustellbezirk der Deutschen Post zu haken. Nachdem sich Anfang Dezember bereits eine Leserin vom Fürstenberg gemeldet und beklagt hatte, dass sie tagelang auf teils wichtige Post warten müsse, berichtete jetzt Robert Bocola am Bürgermonitor unserer Redaktion von exakt den gleichen Problemen. „Nach der Berichterstattung im Dezember lief er kurzzeitig besser“, sagte er. „Aber mittlerweile bekomme ich wieder nur sporadisch Post. Dann sind’s aber gleich sieben, acht Sendungen auf einmal.“ Der Anwohner der Pfarrer-Giesen-Straße, dem Wohngebiet zwischen Fürstenberg und Dierl, ist sich sicher, dass er normalerweise „jeden Tag Post bekommt“.

Das Einzige, was laut Bocola sicher pünktlich kommt, sind die Pakete. „Bei denen gibt’s aber auch die Sendungsverfolgung“, sagte er. Die Leserin, die sich vor fünf Wochen gemeldet hatte, berichtete damals von einem Gespräch mit dem Paketboten, den sie auf die mangelnde Zustellung angesprochen hatte: „Er sagte, dass es angeblich einen Personalmangel bei der Deutschen Post gibt und nur noch Pakete und Päckchen verteilt würden.“ Auch Bocola findet es „sehr auffällig“, dass nur kurzfristig nach der Berichterstattung unserer Redaktion die Post regelmäßig und pünktlich kam. Am 4. Januar habe er einen Brief des Energieversorgers BEW erhalten, der bereits vor Weihnachten, am 21. Dezember, abgestempelt worden sei. „Ich kontrolliere jetzt immer die Stempel“, sagte der Hückeswagener. Mittlerweile sei es bei ihm normal, dass drei, vier Tage keine Post im Briefkasten liege. „Ich glaube, es liegt am Zusteller“, sagte Bocola.

Bei der Deutschen Post sieht man das ganz anders. „Ich habe mit unserem Betrieb gesprochen, der mir versichert hat, dass die Zustellung in Hückeswagen in allen Bezirken grundsätzlich stabil ist“, versicherte Sprecherin Britta Töllner. Im Bezirk von Robert Bocola habe es jedoch am 28. Dezember einen kurzfristigen Personalausfall gegeben, wodurch es bedauerlicherweise zu Verzögerungen in der Zustellung und resultierend daraus sowie aus der Lage der Feiertage ebendiese späte Zustellung gegeben habe. „Wir bitten, dies zu entschuldigen.“ Zugestellt wird die Post laut Britta Töllner sechs Tage in der Woche – von Montag bis Samstag. Auf den ersten Tag in der Woche entfielen jedoch nur etwa zwei Prozent der wöchentlichen Briefmengen. „Der Grund dafür ist, dass große Geschäftskunden, die rund 87 Prozent der Briefsendungen einliefern, kaum Briefe am Samstag verschicken“, erläuterte die Postsprecherin. Werbliche Sendungen („Dialogpost“) hätten eine Regellaufzeit von vier Tagen und würden häufig gebündelt an wechselnden Wochentagen dienstags bis samstags zugestellt – die sogenannte A/B-Zustellung. „Vielleicht erklärt das die Tatsache, nicht jeden Tag in der Woche kontinuierlich einen vollbezahlten Brief zu erhalten“, sagte Britta Töllner.

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