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Hückeswagen: Weihnachtsmarkt kommt vors Schloss

Hückeswagener „Hüttenzauber“ : Weihnachtsmarkt kommt vors Schloss

Es wird eine Premiere sein: Erstmals findet vom 3. bis 5. Dezember der „Hüttenzauber“ vor dem Schloss statt. 40 Aus-steller haben sich bereits angemeldet, weitere können sich melden. Aber auch das Island soll mit einbezogen werden.

Gefordert worden war er schon lange: Der Weihnachtsmarkt auf der Islandstraße habe zwar seinen Charme, aber eigentlich sollte er vor dem Schloss stattfinden, war in den vergangenen Jahren häufig zu hören. Könne er doch vor dem historischen Gemäuer eine noch stimmungsvollere Atmosphäre entfalten. Zu den Befürwortern zählt auch Monika Zöller. Die Geschäftsführerin des Stadtmarketings gesteht auf Anfrage unserer Redaktion: „Ich finde ihn vor dem Schloss großartig.“ Auch viele Hückeswagener würden das toll finden würden.

Nun macht das Stadtmarketing, das den „Hüttenzauber“ seit seiner Premiere 2006 organisiert, aus der Corona-Not eine Tugend: Der Weihnachtsmarkt zieht von Freitag, 3. Dezember, bis Sonntag, 5. Dezember, von der Islandstraße vors Schloss, auf die Paulusmauer und je nach Resonanz auch noch auf die Marktstraße, um dort organisiert zu werden. Weil der einzige Zugang dann von der Marktstraße aus geöffnet und die Zugänge vom Rosengarten, über den Marktberg und von der Feuerwache aus gesperrt sein werden, können die Besucherströme besser gelenkt werden. Denn so sollen die Besucher erst durchs Island flanieren, wo die Geschäfte geöffnet sind und einige Händler bereits Aktionen vorgesehen haben. So werden etwa Goldschmied Marcel Rehn und Rita Schuldner-Lapp mit ihrem „Weinlädchen“ Stände vor ihren Geschäften aufbauen.

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Nachdem die Pandemie im vorigen Jahr die Ausrichtung des Weihnachtsmarkts verhindert hatte, wird es jetzt am neuen Standort einen Neustart geben „Der ,Hüttenzauber’ soll schöner und bunter denn je werden“, betont Monika Zöller. Denn das besondere Ambiente des historischen Schlosses verleihe dem Weihnachtsmarkt einen besonderen Glanz. Der Platz kann gut befüllt werden, haben doch schon fast 40 Aussteller für den „Hüttenzauber“ gemeldet. Das Problem: Die meisten haben laut Monika Zöller Speisen oder Getränke im Angebot, wie etwa selbst gemachten Grünkohl, Champignons, Weihnachtsbier und andere weihnachtliche Leckereien. So sucht das Stadtmarketing noch Aussteller, die insbesondere weihnachtliche Dekorationsartikel oder Kunsthandwerk anbieten (s. Info-Kasten). „Noch ist Platz auf dem Schlosshof vorhanden“, versichert die Geschäftsführerin des Stadtmarketings. Auch auf der Fläche vor der Pauluskirche können und sollen Stände aufgebaut werden.

Der Standort ist zwar neu, eine Tradition aber bleibt aber: Gestartet wird der „Hüttenzauber“ wieder mit einem Fackelzug vom Wilhelmplatz hinauf zum Schloss. Um 17 Uhr setzt er sich am Freitag, 3. Dezember, in Bewegung, angeführt vom Christkind und dem Nikolaus, bei denen Kinder ihre Wunschzettel abgeben können. Fackeln gibt es vorab bei Spiel- und Lederwaren Heinhaus an der Bahnhofstraße.

Ein Problem gibt es mit den Holzhütten der Stadt, denn ein Teil von ihnen ist durch das Hochwasser im Juli beschädigt worden. Zwar gibt sich Monika Zöller zuversichtlich, alle Aussteller mit Hütten versorgen zu können. Zumal Wipperfürth acht zur Verfügung stellen wird. Dennoch hofft das Stadtmarketing, dass ihm weitere zur Verfügung gestellt werden. „Im Moment sieht es sehr knapp aus“, sagt Monika Zöller.

Trotz des Umzugs zum Schloss wird es parallel zum Weihnachtsmarkt auch Aktionen auf der Islandstraße geben. Vorgesehen ist ein historischer Jahrmarkt, der Veranstalter hat sich beim Stadtmarketing aber noch nicht zurückgemeldet. Zudem haben die Geschäfte am zweiten Adventssonntag, 5. Dezember, von 13 bis 18 Uhr, geöffnet.