1. NRW
  2. Städte
  3. Hückeswagen

Hückeswagen: Wasser – mehr als selbstverständlich

Wasserwerk Kleineichen in Hückeswagen : Wasser – mehr als selbstverständlich

Am Sonntag ist der von der UNESCO ausgerufene Internationale Weltwassertag.

Wasserhahn aufdrehen, und schon fließt klares, sauberes Wasser heraus, das unbedenklich getrunken oder zur Zubereitung von Speisen verwandt werden. „Ein Luxus, den wir allzu oft vergessen“, schreibt Sonja Gerrath von der Geschäftsführung der Bergischen Energie- und Wasser-GmbH (BEW) in einer Pressemitteilung. Dabei haben weltweit etwa 1,8 Milliarden Menschen kein sauberes Wasser zur Verfügung. Und 80 Prozent aller Erkrankungen in den Entwicklungsländern seien ganz eng mit den dort vorherrschenden Trinkwasserverhältnissen in Verbindung zu bringen.

Seit 1993 ist der 22. März der von der UNESCO ausgerufene Weltwassertag. Ziel ist es, auf die Bedeutung des Wassers als Lebensgrundlage für die Menschheit aufmerksam zu machen. In diesem Jahr steht er unter dem Motto „Wasser und Klimawandel“ und soll verdeutlichen, wie eng die Themen Wasser, Natur und Klimawandel miteinander verbunden sind.

„Gerade in diesen bewegten Zeiten, in denen uns die Verbreitung des Coronavirus auf ein besonderes Maß an Hygiene wie zum Beispiel das Händewaschen achten lässt, wird uns eindeutig klar, wie wichtig sauberes Trinkwasser als Lebensmittel, zur Sicherstellung von Hygiene und für Krankheitsbekämpfung ist“, betont BEW-Geschäftsführer Jens Langner. Deshalb sei es wichtig, dass sehr sorgsam mit dem Gut Wasser umgegangen werde und sich jeder bewusst sei, „dass wir im Bergischen einen wertvollen Wasser-Schatz haben“. Die Schloss-Stadt bekommt ihr Trinkwasser zu einem kleinen Teil aus der Großen Dhünn-Talsperre, hauptsächlich jedoch aus dem Wasserwerk Kleineichen. 80 Kubikmeter Wasser holen dort die Pumpen pro Stunde aus 30 Metern Tiefe an die Erdoberfläche, das über dicke, grüne Rohre in erster Linie in das Hückeswagener Trinkwassernetz eingespeist wird.

Wird die Wassermenge nicht von den hiesigen Haushalten abgenommen, wird der Hochbehälter Am Raspenhaus gefüllt. Der dient laut Sonja Gerrath zur Zwischenspeicherung des Trinkwassers. „Auf diese Weise können tageszeitliche Schwankungen in der Nachfrage ausgeglichen werden.“ Zu Spitzenzeiten in den frühen Morgen- oder den Abendstunden werden in Hückeswagen Spitzenlasten von 120 Kubikmeter pro Stunde erreicht. „Außerdem gewährleistet der Hochbehälter durch seine Höhenlage den notwendigen Wasserdruck im Leitungsnetz“, erläutert die BEW-Mitarbeiterin.

Das Wasserwerk Kleineichen wird rund um die Uhr fernüberwacht. Wobei das geförderte Wasser einer ständigen Kontrolle unterliegt, bei der die chemischen, biologischen und physikalischen Eigenschaften des geförderten Grundwassers analysiert werden. Sonja Gerrath: „Sollte es einmal einen technischen Defekt im Wasserwerk geben, sind in den Hochbehältern ausreichend Reserven vorhanden.“

Und für den Notfall, dass diese nicht mehr durch das Hückeswagener Wasserwerk Kleineichen befüllt werden, erfolgt eine automatische Befüllung über eine Transportleitung vom Wasserversorgungsverband Rhein Wupper von Westhoferhöhe aus.