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Hückeswagen: Was beim Baden in der Bever zu beachten ist

Sommervergnügen in Hückeswagen : Was beim Bever-Besuch zu beachten ist

In den nächsten Tagen soll der Sommer nochmal ein warmes und trockenes Gastspiel geben – ideale Voraussetzungen für einen Besuch der Bever und den anderen Talsperren des Wupperverbands. Dabei sollten aber einige Regeln beachtet werden, speziell auch in Hinblick auf Covid-19.

Der Sommer 2021 ist ein eher zurückhaltender Geselle und damit so ganz anders als seine drei Vorgänger. Eher nass und kühl hat er noch nicht wirklich zum Baden in der Bever-Talsperre eingeladen. Das allerdings dürfte sich jetzt ändern, denn für die letzten Tage der Sommerferien in NRW sagen die Meteorologen für das Bergische Temperaturen um 25 und 26 Grad voraus. Das ist optimales Badewetter. Deshalb dürfte es am Wochenende zahlreiche Menschen an die Talsperren des Wupperverbands ziehen. „Alle Gäste an den Talsperren werden gebeten, respektvoll mit den Mitmenschen und der Natur umzugehen und die geltenden Regelungen zu beachten“, appelliert Ilona Weyer, Sprecherin des Wupperverbands. Dies diene der Sicherheit aller, die die Talsperren zur Erholung nutzten.

Wo sind die offiziellen Badegewässer? Die Bever-, Wupper- (Radevormwald/Remscheid), Brucher- und Lingese-Talsperre (beide Marienheide) sind offizielle Badegewässer nach EU-Richtlinie, weswegen Badegäste dort auch willkommen sind. Der Wupperverband weist zur Sicherheit und zum Komfort aller Gäste ausdrücklich auf die Bade- sowie die derzeitigen Corona-Regeln hin. „Das Baden erfolgt grundsätzlich auf eigene Gefahr und ist nur an den eigens dafür gekennzeichneten Badestellen erlaubt“, betont Ilona Weyer. An der Bever-Talsperre beispielsweise sind das „Zornige Ameise“, Käfernberg und die Campingplätze I und II. Alle anderen Talsperren des Wupperverbands, wie die Trinkwassertalsperren sowie die Ronsdorfer Talsperre, die Panzer-Talsperre oder der Beyenburger Stausee, sowie sämtliche Vorsperren der Wupper-Talsperre sind keine Badegewässer. Dort ist das Baden verboten.

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Was ist beim Schwimmen in der Talsperre zu beachten? „Schwimmer sollten sich in den mit Bojen gekennzeichneten Badebereichen aufhalten“, rät die Sprecherin. Das Baden von Tieren dagegen sei nicht gestattet. Zudem sollten alle Badenden bedenken, dass Talsperren unterschiedliche Wassertiefen und auch Wassertemperaturen haben, außerdem kann es Wasserpflanzen geben. Zudem gibt es keinen Beckenrand zum Ausruhen, weswegen es wichtig ist, die eigenen Fähigkeiten nicht zu überschätzen. Bei großer Hitze sollte zudem der Kreislauf durch die Abkühlung im Wasser nicht überlastet werden.

Wo besteht Lebensgefahr? An allen Talsperren ist das Springen von Staumauern oder Staudämmen sowie von Brücken verboten, „denn das ist lebensgefährlich“, stellt Ilona Weyer klar. Die Gefahr bestehe unter anderen darin, dass der Wasserstand in den Talsperren schwanke und sich auf dem unebenen Talsperrengrund etwa Steine befinden können.

Darf gegrillt werden? An warmen Tagen erfreut sich Grillen großer Beliebtheit. „In der Natur kann dies allerdings zu Problemen führen“, betont Ilona Weyer. Zwar hat es in diesem Sommer, im Gegensatz zu den drei zuvor, keine lang anhaltende Trockenheit gegeben, dennoch erhöht jegliches Feuer am Ufer die Gefahr von Bränden. Daher sind Grill- und Lagerfeuer grundsätzlich an den Talsperren und insbesondere in angrenzenden Waldbeständen verboten. „Auf den Campingplätzen ist Grillen jedoch möglich“, bietet die Sprecherin des Wupperverbands eine Alternative.

Wie ist der Müll zu entsorgen? Der Wupperverband bittet die Badegäste, ihren Müll nicht liegen zu lassen. „So können alle einen Beitrag zum Naturschutz leisten, und die Talsperre bleibt ein schöner Ort zur Erholung“, versichert Ilona Weyer.

 

Welche Corona-Regelungen gelten an den Talsperren? Zu Land und im Wasser sind die Abstandsregeln einzuhalten. Die Freizeitanbieter, wie etwa der Campingpark Bever-Talsperre oder die Kräwinkler Brücke (Wupper-Talsperre), haben Hygienekonzepte aufgestellt. Die Talsperren-Besucher sollten sich zudem vorher noch einmal über die aktuell geltenden Regelungen informieren.

Wie wird die Wasserqualität untersucht? In der Badesaison sind Mitarbeiter der Gesundheitsämter zwischen dem 15. Mai und 15. September alle vier Wochen an den jeweiligen offiziellen Badestellen der Talsperren, um Wasserproben zu entnehmen. Diese werden dann analysiert. Die Untersuchungen halten nach, dass für bestimmte Bakterien die Grenzwerte an den Badestellen nicht überschritten werden. Die aktuellen Werte der vier Badestellen der Bever-Talsperre bescheinigen eine „sehr gute Wasserqualität“; die Probe stammt vom 2. August. Einzusehen sind die Daten online unter www.obk.de/cms200/gesundheit_soziales/gesundheit/bgq/bever.