Talsperren in Hückeswagen und der Region Bei Blaualgen bloß nicht ins Wasser der Talsperren

Großberghausen · Der Sommer lädt wieder zum Baden in den Talsperren in der Region ein, wie der Bever-Talsperre. Hohe Temperaturen und viel Sonne können aber das Wachstum von Blaualgen fördern, und die sind nicht ganz ohne.

 Blaualgen Bever

Blaualgen Bever

Foto: Kreis

Temperaturen von um die 30 Grad und viel Sonne werden am Wochenende wieder in Hückeswagen erwartet. So könnte der Bever-Talsperre womöglich wieder ein Besucheransturm bevorstehen. Hohe Temperaturen und jede Menge Sonnenschein haben aber auch einen Nachteil, sind sie doch ideale Bedingungen für das Wachstum von Algen. Daher weisen die Gesundheitsämter des Oberbergischen Kreises und der Stadt Remscheid sowie der Wupperverband darauf hin, dass sich in den Talsperren der Region wieder Blaualgen in unerwünschtem Ausmaß entwickeln können.

„Blaualgen kommen natürlicherweise im Gewässer vor“, erläutert Susanne Fischer, Pressesprecherin des Wupperverbands. Tauchen sie jedoch massenhaft auf, führt das zu Problemen. Blaualgen sind Bakterien (Cyanobakterien), die das Wasser blaugrün (cyan) färben und sich auf der Gewässeroberfläche ansammeln können. „Zurzeit gibt es keine Beeinträchtigung durch Blaualgen“, versichert Susanne Fische. Das Baden in den offiziellen Badegewässern des Wupperverbands – Wupper-, Bever-, Lingese- und Brucher-Talsperre – sei an den offiziellen Badestellen uneingeschränkt möglich. „Die regelmäßigen Untersuchungen der Gesundheitsämter an den Badestellen zeigen eine sehr gute Wasserqualität.“ 2014 und 2018 hatte es aber beispielsweise an der Bever Blaualgen gegeben (Foto: OBK/Archiv).

Sollten sie jetzt wieder plötzlich auftreten, sind die an geringen Sichttiefen, einer deutlichen Trübung des Wassers oder den typischen blaugrünen Schlieren zu erkennen. Susanne Fischer: „Wenn diese Anzeichen auftreten, sollte der Kontakt mit dem Wasser vermieden werden.“ Die meisten Blaualgenarten seien für den Menschen zwar harmlos und führten durch Zerfall zu einem unangenehmen Geruch. Einige könnten jedoch Toxine (Giftstoffe) bilden, die Einfluss auf die Gesundheit haben könnten. Bei hohen Konzentrationen der Blaualgen sind bei Menschen etwa Symptome wie allergische Reaktionen, Hautreizungen oder Ohrenschmerzen, bei Verschlucken Übelkeit, Durchfall und Erbrechen festzustellen. Besonders Kleinkinder und empfindliche Menschen sollten den Kontakt mit Blaualgen vermeiden.
www.obk.de/badegewaesser

(büba)
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