Wupperverband nach dem Hochwasser Vorsperre bleibt für Boote und fürs Angeln gesperrt

Hückeswagen · Der nach dem Umweltalarm Mitte 2021 zurzeit noch gesperrte Bereich der Hauptsperre zwischen Wiebach-Vorsperre und Wupper-Vorsperre wird voraussichtlich im Frühjahr freigegeben.

  Auf der Vorsperre sind weiterhin Ölsperren eingesetzt.

Auf der Vorsperre sind weiterhin Ölsperren eingesetzt.

Foto: Joachim Rüttgen

Es ist mittlerweile mehr als 20 Monate her, dass die Flutkatastrophe vom 15. und 16. Juli auch auf der Wupper-Talsperre und an der Vorsperre für eine Katastrophe gesorgt hatte. Das Hochwasser hatte aufgrund des Starkregens, als innerhalb von 24 Stunden 160 Liter Regen gefallen war, mehr als 100.000 Liter ölhaltige Substanzen mit sich gerissen und die Uferbereiche kontaminiert. Über Monate waren diese abgetragen und gesäubert worden, doch noch immer schwimmen an manchen Stellen des Gewässers Ölsperren. Jetzt gibt es zumindest für die Hauptsperre der Wupper-Talsperre eine weitere gute Nachricht, nachdem im vorigen Jahr schon als erster Schritt die offizielle Badestelle an der Kräwinklerbrücke sowie weite Teile der Hauptsperre wieder frei gegeben worden waren: „Der nach dem Umweltalarm zurzeit noch gesperrte Bereich der Hauptsperre zwischen Wiebach-Vorsperre und Wupper-Vorsperre wird voraussichtlich im Frühjahr freigegeben“, teilte Susanne Fischer, Pressesprecherin des Wupperverbands, mit. Sobald die letzte mobile Ölsperre entfernt ist, könne die komplette Hauptsperre wieder für Bootssport und Angelfischerei genutzt werden.

Die schlechte Nachricht: „Dies gilt leider weiterhin nicht für die Wupper-Vorsperre“, bedauerte Susanne Fischer. Dort sind nach dem Umweltalarm durch die große Mengen von Ölen und Betriebsstoffen die Folgen weiterhin spürbar. So hat sich bei den intensiven Niederschlägen im Januar gezeigt: „Trotz der extrem aufwendigen weitgehenden Reinigung von Wasserfläche und Uferbereichen in 2021 kann nicht ausgeschlossen werden, dass weiterhin Reste der Öle und Substanzen in den Uferbereichen der Vorsperre vorhanden sind und ausgespült werden können“, berichtete die Sprecherin. Zur Vorsorge und zum Schutz der Nutzer bleibt daher in der Saison 2023 die gesamte Vorsperre in Hückeswagen weiterhin für Angelfischerei und Bootfahren gesperrt. Das Wandern und Joggen auf dem Rundweg ist davon jedoch nicht betroffen.

Der Wupperverband hatte mit Unterstützung von Fachfirmen die Ufer- und Wasserfläche gereinigt, wobei die Folgen weitestgehend behoben werden konnten. Begleitend gab es umfangreiche Untersuchungen und Absprachen mit Behörden und dem Landesumweltamt. Susanne Fischer: „Der Wupperverband führt seine regelmäßigen Untersuchungen fort und behält insbesondere die aktuell noch für Freizeitnutzung gesperrten Bereiche im Blick.“ Sobald es die Situation erlaube, werde er die aktuell noch gesperrte Wupper-Vorsperre wieder für die Freizeitnutzung freigeben. Aus Vorsorge vor möglichen zukünftigen Ölschäden im Oberlauf, hatte der Wupperverband in der Vorsperre eine feste Ölsperre installiert. „Diese soll in Zukunft das Risiko ähnlicher Schadeinträge minimieren“, erläuterte die Sprecherin.

(büba)
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