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Hückeswagen: Volksbank sammelt zum Jubiläum für Islandtafel

Jubiläum in Hückeswagen : Gute Taten zum Volksbank-Jubiläum

Vor knapp drei Jahren zog die Volksbank von der Peterstraße an den Etapler Platz. Bereut hat das Team um Filialleiterin Sandra Gerke den Umzug nicht. Zum Abschluss des Jubiläumsjahres sammeln die Mitarbeiter für die Islandtafel.

Um diesen Arbeitsplatz werden die sechs Mitarbeiter der Volksbank im Bergischen Land, wie sie seit der Fusion vor zwei Jahren heißt (s. Info-Kasten), von vielen beneidet. Riecht es doch verführerisch nach Kaffee und frischem Gebäck. Kein Wunder, denn die Bäckerei Steinbrink liegt direkt neben den Geschäftsräumen der Bank im Neubau am Etapler Platz, und die Tür zum Café steht immer offen. „Am besten ist es, wenn der Streuselkuchen frisch gebacken wird“, sagt Filialleiterin Sandra Gerke.

Zwar nicht immer mit Kaffee und Kuchen, dafür zwölf Monate lang hat die Volksbank im Bergischen Land seit Juni 2018 mit ihren Kunden Jubiläum gefeiert. „Der Bankgeburtstag fiel etwas aus dem Rahmen, denn die bergische Bank beging innerhalb von einem Jahr gleichermaßen ihren 100. und 150. ,Geburtstag’“, berichtet Kristina Hellwig, Leiterin Unternehmenskommunikation. Grund sei die Vorgeschichte der Genossenschaftsbank, die 2017 durch Fusion entstand. Während die Gründung der Volksbank im Raum Solingen, zu dem die Hückeswagener Filiale zählte, 2018 genau 100 Jahre zurücklag, hätte die Volksbank in Wuppertal in 2019 ihr 150-Jähriges gefeiert.

Jetzt, zum Abschluss des Jubiläumsjahrs, steht ein Aktionsmonat an. Die Mitarbeiter aller Filialen haben es sich zur Aufgabe gemacht, etwas Gutes zu tun. „Sie besuchen Altenheime, um mit den Bewohnern Bingo zu spielen, verschönern Kita-Gelände, pflanzen Blumen oder befreien Grünflächen vom Müll“, berichtet Kristina Hellwig. Mitarbeiter der Hückeswagener Filiale beteiligen sie sich heute, Mittwoch, an Gartenarbeiten und dem Abriss eines Gartenhäuschens auf dem Gelände des „Arche“-Kindergartens an der Kölner Straße. Zudem bitten sie ihre Kunden um Lebensmittelspenden, die dann der Islandtafel gespendet werden sollen.

Das tun sie in der Filiale, in die sie vor fast genau drei Jahren eingezogen sind. „Das war der richtige Schritt“, bestätigt Sandra Gerke im Gespräch mit unserer Redaktion. Die Volksbank sei nun viel präsenter in der Stadt, hat sie festgestellt. „Uns ist aufgefallen, dass jetzt sehr viele Neukunden hereinkommen.“ Die alte Filiale an der Peterstraße war für die Laufkundschaft dann wohl doch zu weit weg vom Zentrum. Hier am Etapler Platz hingegen ist die Volksbank im Bergischen Land jetzt „mitten im geschäftigen Leben“.

So mancher steige aus seinem Auto aus und erblicke die Filiale, so dass er dort seine Bankgeschäfte tätige, sagt Sandra Gerke. Auch vom benachbarten Bäcker käme der eine oder andere herein. Dazu sei jetzt die Parkplatzsituation eine deutlich bessere. Und manche Kunden, die etwa wegen der Neubaufinanzierung bei ihr im Büro säßen, würden plötzlich jemanden auf der anderen Straßenseite grüßen, den sie durch das Fenster sehen könnten, berichtet die Filialleiterin. „Der Kontakt zu den Kunden ist näher geworden“, betont sie.

Zielsetzung ist es nicht nur deshalb, am Standort zu bleiben. „Sonst hätten wir auch nicht so viel investiert“, unterstreicht Sandra Gerke, die 1997 ihre Ausbildung bei der Volksbank begann und seit 2010 die hiesige Filiale leitet. Aber sie sieht genügend Spielraum für gleich drei Kreditinstitute in einer Kleinstadt wie Hückeswagen.