Hückeswagen Verlängerung der Montanusstraße ist beendet

Straßenbau in Hückeswagen : Verlängerte Montanusstraße ist fertig

Die Bauarbeiten an der Verlängerung der Montanusstraße bis zum Hambüchener Weg sind beendet. Nun startet dessen Ausbau zu einer richtigen Straße. Das Ende dieser Baumaßnahme wird voraussichtlich im Frühjahr sein.

Der erste Schritt ist gemacht, wenn auch die endgültige Verlängerung der Montanusstraße über Hambüchen und Großenscheidt hinaus bis zu einer dann womöglich realisierten äußeren Ortsumgehung (B 237n) wohl noch zwei Jahrzehnte dauern wird. Mindestens. Das sagt am Dienstagnachmittag Bürgermeister Dietmar Persian bei einer Baubesprechung mit Vertretern der Baufirma und des Ingenieurbüros, die für die Fertigstellung der Verlängerten Montanusstraße verantwortlich waren, sowie Vertreter der Ratsfraktionen.

Zwei von drei Straßenbaumaßnahmen im Bereich des kleinen Neubaugebiets an der Richard-Leyhausen-Straße seien inzwischen beendet, berichtete Bauamtsleiter Andreas Schröder. Die Richard-Leyhausen-Straße – benannt nach dem Hückeswagener Bürgermeister, der im Juli 1933 nach 23 Dienstjahren von den Nationalsozialisten wegen „Gehorsamsverweigerung“ des Amtes enthoben worden war – war bereits 2015 ferig gestellt worden; die Stadtentwicklungsgesellschaft (HEG) hatte dafür 240.000 Euro bezahlt. Im November vorigen Jahres wurde mit der Verlängerung der Montanusstraße begonnen, die bis dato am Droste-Hülshoff-Weg geendet hatte. Für die 150 Meter lange Strecke hat die Stadt 210.000 Euro ausgegeben, der Rest sind Fördermittel aus dem Kommunalinvestigations-Förderungsprogramms des Bundes, aus dem auch schon ein Teil der Kosten der neuen Fußgängerbrücke Brückenstraße bestritten wurde.

Inzwischen ist die Verlängerung komplett abgeschlossen. Die Fahrbahn ist 5,50 Meter breit, an beiden Seiten wurden Gehwege angelegt. „Die Arbeiten sind reibungslos verlaufen“, sagte Persian und verwies auf die „gute Abstimmung mit den Anliegern“. Perspektivisch soll die Montanusstraße einmal weitere zirka drei Kilometer fortgeführt und mit der jetzigen K 5 verbunden werden. Das ist aber ebenso noch Zukunftsmusik wie die Idee, dort weitere Neubaugebiete auszuweisen. Im Herbst hatte der Bürgermeister im Gespräch mit unserer Redaktion gesagt: „Das hängt von der weiteren Entwicklung ab und ob die Grundstücke zur Verfügung stehen.“ Vielleicht könne in 20 Jahren im Bereich von Hambüchen ein neues Wohngebiet entstehen.

Jetzt steht der Beginn der dritten und letzten Baumaßnahme an: die Erneuerung des Hambüchener Wegs. „Der ist rein rechtlich eigentlich ein Feldweg“, betonte Schröder. Daher handele es sich nun um einen Straßenausbau, der zu 90 Prozent von den Anliegern zu tragen sein wird – zu den gehört aber auch die HEG. Seit den ersten Gesprächen dazu vor zehn Jahren hätten sich die Gemüter bei den Anwohnern jedoch beruhigt, versicherte Persian.

Die Wipperfürther Firma Tiefbau Schulte wird auch diesen Straßenbau übernehmen und zunächst mit dem Verlegen des Kanals beginnen. Die Kosten für die kompletten Arbeiten betragen etwa 570.000 Euro. Schulte-Geschäftsführer Frank Schuster rechnet damit, dass die Arbeiten im Frühjahr beendet sein werden. Beginnen werden seine Mitarbeiter im Bereich der Einmündung Montanusstraße und sich dann Stück für Stück bis zum ehemaligen Marienhospital an der Marienstraße vorarbeiten. Im Bereich der jeweiligen Baustelle ist der Hambüchener Weg dann komplett gesperrt – die Anwohner müssen dann, je nachdem, wo gerade gearbeitet wird, entweder über die Marien- oder die Montanusstraße zu ihren Häusern fahren.

Mehr von RP ONLINE