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Hückeswagen: Trommel in West 3 siebt Unrat aus

Bürgermonitor in Hückeswagen : West 3 – Trommel siebt jede Menge Unrat aus

Die Erschließung des neuen Gewerbegebiets brachte es an den Tag; Im Mutterboden der ehemaligen Baumschule befand sich viel Plastik, Holz und Metall. Das fiel jedoch erst jetzt auf, als der verkauft werden sollte.

Ein große Trommel dreht sich in Kammerforsterhöhe seit einigen Tagen im neuen Gewerbegebiet West 3, das derzeit erschlossen wird. Gut einsehbar ist sie zwar nicht, liegt sie doch hinter der Bebauung in Kammerforsterhöhe. Manfred Flosbach ist sie dennoch aufgefallen – ebenso wie das Treiben um sie herum. „Dort wird Plastik, Metall und anderer Unrat aussortiert. Teilweise per Hand“, hat er beobachtet. Nun befürchtet der Wiehagener, wie er am Bürgermonitor unserer Redaktion sagt, dass diese „Mülltrennung“ die Erschließung von West 3 teurer macht, was letztlich auf die Hückeswagener in Form von Steuern umgelegt werden könnte. Diese Sorge ist jedoch unbegründet, versichert Dieter Klewinghaus, Geschäftsführer der Stadtentwicklungsgesellschaft HEG.

Zu Beginn der Erschließungsarbeiten, mit denen im September vorigen Jahres begonnen wurde, wurden im Dreieck Kammerforsterhöhe / Heidt / Junkernbusch 120.000 Kubikmeter Erdreich bewegt. Schließlich musste das Gelände terrassiert werden. Auch im Bereich der ehemaligen Baumschule in Junkernbusch, in der sich seit einigen Jahren das Gartencenter Vöpel’s Greenhouse befindet, wurde Mutterboden abgefahren und im Bereich Kammerforsterhöhe zwischengelagert.

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Der sollte jetzt von einem Lohnunternehmen, einem Subunternehmen der Baufirma, abgefahren werden. Dabei wurde jedoch festgestellt, dass sich darin jede Menge an Plastikmüll – etwa von Umtöpfen –, Holz von Paletten und Metall befand. Das sei bei den Bodenuntersuchungen im Vorfeld der Erschließung nicht aufgefallen. „So kann man den Mutterboden nicht verkaufen“, erläutert Klewinghaus. Die Alternative wäre gewesen, den Mutterboden komplett auf der Deponie zu entsorgen, was aber mit Kosten verbunden gewesen wäre.

Schließlich kam die Idee auf, diese große Trommel zu besorgen, in der nun der Mutterboden durchgesiebt wird. Der gute, rückstandsfreie Boden wird nun verkauft, der Müll von Arbeitern sortiert und auf verschiedene Container verteilt, die dann für die Entsorgung abtransportiert werden. Der Verkaufserlös des Mutterbodens geht an die Baufirma, „was aber in deren Kosten schon einberechnet wurde“, berichtet Klewinghaus. Letztlich werde die Summe, die die HEG an die Firma zahlen müsse, somit also um diese Summe geringer. „Auf den Steuerzahler kommen keine zusätzlichen Kosten hinzu“, versichert der HEG-Geschäftsführer.

(büba)