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Hückeswagen: Toller Comedy-Abend mit "Lehrerkind" Bastian Bielendorfer

Toller Comedy-Abend mit Bastian Bielendorfer in Hückeswagen : 100 Minuten lachen mit dem „Lehrerkind“

Seit November 2019 ist die Comedy-Show von „Lehrerkind“ Bastian Bielendorfer ausverkauft, am Samstag konnten die Karten endlich eingelöst werden. 200 Zuschauer erlebten im Forum einen sehr unterhaltsamen und witzigen Abend.

Eine Comedy-Veranstaltung im Forum vor 200 Zuschauern ist ein ungewohnter Anblick, seit die Corona-Pandemie die Welt im Griff hat. „Für mich ist es wie ein kleiner Ausflug in die Normalität, die die Welt bedeutet“, sagte der Comedian Bastian Bielendorfer, der vom Trägerverein des Kultur-Hauses Zach engagiert wurde. Allerdings sollte der Auftritt schon im April 2020 stattfinden, und zwar im kleineren Kulturhaus an der Islandstraße. Doch dann kam Corona. Dreimal musste die Show seitdem verschoben werden.

„Die Karten dazu hatten wir schon Ende 2019 verkauft“, berichtete Stefan Noppenberger vom Trägerverein. Zu der Zeit durften noch gut 100 Zuschauer ins Kultur-Haus, da noch keine Abstandsregeln galten. Um den Zuschauern aber ein sicheres Gefühl zu geben, sei man jetzt auf das Forum ausgewichen – mit dem Nebeneffekt, dass kurzfristig noch weitere 100 Karten verkauft werden konnten. Constanze Sobolewskis damals gekaufte Eintrittskarte hatte ihre Gültigkeit nicht verloren. „Zwei Jahre haben wir darauf gewartet, und es war großartig“, versicherte die Zuschauerin nach der gelungenen Show.

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Bielendorfer kam erwartet gut gelaunt auf die Bühne, nahm direkt Kontakt zum Publikum auf, erwähnte Hückeswagen immer wieder lobend und akzeptierte als gebeuteltes „Lehrerkind“ sogar, den Abend auf der Bühne einer Schulaula verbringen zu müssen. „Lustig, aber wahr“, lautete der Titel seines zweiten Programms, womit er nicht zu viel versprochen hatte. Seine Erzählungen, immer entstanden aus Situationen seines realen Lebens, trieben den Besuchern die gesamten 100 Minuten die Lachtränen in die Augen.

Die Zuschauer wissen nun, wie seine Teilnahme an der Sendung „Wer wird Millionär“ 2010 wirklich abgelaufen ist und warum sein Vater als Telefon-Joker zunächst nicht ans Handy ging. Ebenso sprach er über seine baldige Teilnahme an der RTL-Tanzshow „Let’s dance“ und seine nicht vorhandenen tänzerischen Fähigkeiten. „Dem Llambi wird der Kopf abfallen“, meinte der selbst ernannte „Flori Silbereisen der Comedy“. Zu witzig auch die Erlebnisse mit seiner Oma („Sie war der Eierlikör-Terminator und hatte immer einen sitzen“) und dem gemeinsamen Aufenthalt zusammen mit seiner Frau im Seniorenhotel in der Eifel im Dreibettzimmer. „Von meiner Oma habe ich die Fähigkeit, immer das Komische aus jeder Situation zu holen“, erzählte der 37-Jährige und wurde kurz sentimental.

Eine turbulente Vorgeschichte gab es zum Heiratsantrag in der Karibik, der fast von einem Darmverschluss und einer holländischen FKK-Badegruppe vereitelt worden wäre. Natürlich tauchten im Programm auch wieder Mops Otto und Waldorf-Lehrerkind Ludger auf – beide ebenfalls Garanten für diverse Lachanfälle.

Der Comedian, der schon mehrere Bestseller geschrieben hat, ließ auch anrüchige Witze nicht aus, verpackte sie aber immer charmant. „Humor ist immer nur ein Angebot“, witzelte er und hatte damit die Lacher auf seiner Seite. Bielendorfer brauchte bei seinem Auftritt weder eine Verkleidung, noch ein Bühnenbild – die Art, wie er seine Geschichten verpackte und präsentierte, reichte völlig aus für einen lustigen und unterhaltsamen Abend.

 Sara Kunze übergab dem Künstler nach dem Auftritt ein Shirt mit der Aufschrift „Ehrenbürger-Anwärter“ sowie dem Schriftzug und Logo der Stadt Hückeswagen. „So oft, wie er Hückeswagen bei seinen Auftritten und in seinen Podcasts erwähnt, hat er das verdient“, betonte die junge Schloss-Städterin lächelnd. Sie hatte schon mehrere Auftritte Bielendorfers besucht. Auch von seinem Auftritt am Samstagabend, auf den die Fans so lange warten mussten, war Sara Kunze begeistert: „Es hat mir sehr gut gefallen.“

Für den Trägerverein bedeutete die Verlegung des Auftritts ins Forum zusätzliche Arbeit. Abgesehen vom Sicherheitskonzept und der Markierung der Platzabstände musste auch die Technik zur Weststraße transportiert werden. Am Ende hatte sich der Aufwand aber gelohnt. „Wir sehen uns als Veranstalter in der Pflicht, für die Sicherheit der Besucher zu sorgen“, sagte Stefan Noppenberger. Das war den Organisatoren gelungen: Die Zuschauer konnten den Abend in vollen Zügen genießen.