1. NRW
  2. Städte
  3. Hückeswagen

Hückeswagen: Tipps vom Versicherungsexperten zu Schäden im Winter

Hückeswagener Versicherungsexperte : Wenn der Winter gefährlich wird

Der Hückeswagener Versicherungsexperte Karl-Jürgen Huhn gibt Tipps, was bei Schäden durch Schnee und Eis zu tun ist. Und wie sich Hausbesitzer schon im Vorfeld dagehen schützen können.

Endlich wurde es mal wieder weiß im Bergischen. Doch so schön der Schnee mitunter auch sein mag, birgt der Winter doch auch viele Gefahren. So sammeln sich Schneemassen auf den Dächern und können je nach Schräglage leicht ins Rutschen geraten und Dachlawinen auslösen. Dies könne für Fußgänger und Autofahrer böse Folgen haben, sagt er Hückeswagener Karl-Jürgen Huhn, Sprecher des Bezirks Bergisch-Land im Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK). „Werden Passanten von einer Dachlawine getroffen, haftet in erster Linie der Hauseigentümer für mögliche Sach- oder Personenschäden, sofern er seine Verkehrssicherungspflicht schuldhaft verletzt hat.“

Aufatmen können da Hauseigentümer, die besondere Sicherungsmaßnahmen wie Schneefanggitter auf ihren Hausdächern montiert haben oder durch Warnschilder auf die Gefahr aufmerksam machen. Kommen trotzdem Passanten zu Schaden, können die Haus- und Grundbesitzer-Haftpflichtversicherung oder die private Haftpflichtversicherung des Hauseigentümers die Schadensersatzansprüche regulieren, erläutert Huhn.

Ungemach kann Hauseigentümern auch drohen, wenn die Schneelast Dach und Dachfenster eindrückt. „Hier hilft nur eine Elementarschadendeckung, die in modernen Gebäudeversicherungen enthalten ist“, betont der Versicherungsexperte.

 Nicht nur Fußgänger, auch Autofahrer sollten aufpassen: „Wer bei anhaltendem Schneefall sein Auto in der Nähe eines Hauses parkt, muss sich der möglichen Gefahr durch Dachlawinen bewusst sein“, warnt Huhn. „Entsteht dennoch ein Schaden durch eine abgehende Dachlawine, kann im Allgemeinen der Autobesitzer mit Schadensbegleichung nur durch die Kfz-Vollkaskoversicherung rechnen.“

Eine oft unterschätzte Nebenfolge des derzeitigen Wetters seien zugefrorene und gerissene Wasserleitungen in nicht geheizten und leerstehenden Gebäuden wie etwa Gartenlauben oder Schuppen. Deshalb sollten in nicht ständig genutzten Wohnungen oder Häusern die außen liegenden Wasserleitungen oder deren schützende Innenbelüftung abgestellt werden. Stellen die Versicherungen Gleichgültigkeit und Untätigkeit des Hauseigentümers als „Obliegenheitsverletzung“ fest, können sie ihre Schadensregulierung mindern, betont Huhn.

(büba)