Hückeswagen: Tennishalle Kölner Straße wird für Abriss vorbereitet

Vorbereitung für Neubaugebiet : Tennishalle wird für Abriss vorbereitet

Das 41 Jahre alte Gebäude an der Kölner Straße wird derzeit entkernt und ist voraussichtlich Mitte Juni komplett verschwunden. Im Frühjahr 2020 könnte dann dort die Erschließung für das Neubaugebiet „Eschelsberg“ beginnen.

Bis die ersten Häuser am „Eschelsberg“ hochgezogen werden, dürften noch zwei Jahre ins Land gehen. Dieter Klewinghaus, Geschäftsführer der Stadtentwicklungsgesellschaft (HEG), rechnet nicht damit, dass schon im kommenden Jahr die ersten Fundamente gegossen werden können. „Wir haben den Bebauungsplan für das Neubaugebiet jetzt im Mai auf den Weg gebracht“, sagt er im Gespräch mit unserer Redaktion. Wenn alles optimal verlaufe, würde der im Frühjahr 2020 in Kraft treten. Dann aber müsste das Gebiet zwischen Kölner Straße, Klettergarten und dem Bürgerbad erst noch erschlossen werden. Denn bevor gebaut werden kann, müssen zunächst der Kanal ver- und die Straßen angelegt werden.

Die ersten Vorbereitungen sind jedoch vor kurzem gestartet, denn die Tennishalle an der Kölner Straße wird entkernt. Bis Mitte Juni soll das Gebäude von 1978 (s. Info-Kasten) von den Mitarbeitern des Viersener Abrissunternehmens Prangenberg & Zaum, das am 24. März das 60 Meter hohe Wohnhaus Duisburger Riese“ gesprengt hatte, komplett zurückgebaut werden. „Wir lassen die Tennishalle bereits jetzt abreißen, weil wir laufende Kosten haben“, berichtet der HEG-Geschäftsführer mit Verweis etwa auf die Kosten für Heizung, damit im Winter die Wasserleitungen nicht einfrieren, und die Schornsteinfeger-Gebühr.

 Nachdem Ende Januar die letzte Familie aus dem Anbau ausgezogen war, in dem drei Wohnungen liegen, wurde jetzt mit der Entkernung begonnen. Einige Container und mehrere Müllberge zeugen bereits davon. „Alle Materialien wie Holz, Elektrosachen, Metall oder Lampen müssen einzeln entsorgt werden“, erläutert Klewinghaus. Dafür habe die Stadt extra einen Rückbau- und Entsorgungskonzept erarbeiten müssen, das Voraussetzung für die Abrissgenehmigung war.

HEG-Geschäftsführer Dieter Klewinghaus und Mitarbeiterin Alisa Roggen im Bereich der ehemaligen Gaststätte. Foto: Stephan Büllesbach

Ein Gutachter habe zudem nach möglichen Schadstoffen geforscht. „Wir haben sogar die Asche der Tennisplätze untersuchen lassen“, sagt Klewinghaus. Alles sei aber im grünen Bereich. Lediglich die Dachplatten müssen vorsichtig und mit Mundschutz abgebaut werden, weil darin Asbest enthalten ist. Da der aber in die Platten regelrecht einzementiert wurde, kann nichts passieren – es sei denn, sie würden zerbrochen, so dass der krebserregende Schadstoff freigesetzt wird.

Mit der Vermarktung für das Neubaugebiet will die HEG im kommenden Jahr beginnen, doch schon jetzt gibt es einige Anfragen von Interessenten. „Das sind Ältere und Jüngere, Hückeswagener und Auswärtige“, berichte HEG-Mitarbeiterin Alisa Roggen. Vor allem aus Großstädten wie Remscheid, Wuppertal und sogar Köln zieht es die Menschen nach Hückeswagen.

Vor der Halle werden die verschiedenen Materialien getrennt voneinander gesammelt. Foto: Stephan Büllesbach

Unabhängig von der Erschließung des Neubaugebiets ist der Neubau der Löwen-Grundschule, mit dem 2020 begonnen werden soll. Schließlich muss die Schule zum Schuljahresbeginn 2021/22 bezugsfertig sein. „Wir müssen einfach nur die drei Garagen in der Verlängerung der Straße am Bürgerbad wegnehmen, dann können schon die Fahrzeuge durchfahren“, erläutert Klewinghaus. Schließlich würden der Kanal und alles weitere Notwendige für den Grundschul-Neubau im Brunsbachtal bereits liegen. Der HEG-Geschäftsführer geht davon aus, dass mit dessen Bau eher begonnen werden kann als mit der Erschließung für das Neubaugebiet.

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