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Hückeswagen: Sturm dreht Wegweiser – Autofahrer sehen weiterhin nichts

Bürgermonitor : Sturm dreht Wegweiser – Autofahrer sehen weiterhin nichts

Sturm „Eberhard“ am 10. März hatte derart Kraft, dass er ein großes Hinweisschild an der Rader Straße um 90 Grad weg drückte. Seither können die Autofahrer, die aus Richtung Radevormwald kommen, die angegebenen Richtungen nicht mehr erkenne.

Ortskundige finden die Wege von der Rader Straße Richtung Remscheid, Wipperfürth, Vorsperre, Forum, Altstadt und die Gewerbegebiet West, Nord 1 und Süd/Ost wahrscheinlich ohne Probleme. Für Auswärtige aber ist es schwierig, wenn sie auf den großen Bergischen Kreisel zu rollen. Vor allem Lkw-Fahrer, die eine Firma in einem der Gewerbegebiete ansteuern, haben seit bereits sechs Wochen Schwierigkeiten – denn es fehlt eine Wegweisung in die entsprechende Richtung. Also eigentlich ist sie da, aber der große gelbe Wegweiser an der Bundesstraße in Höhe der Firma Pflitsch ist für Auto- und Lkw-Fahrer seit dem 10. März nicht mehr einsehbar. Dafür von den Pflitsch-Mitarbeitern, die vom Betriebsgelände kommen. Nur können die mit den angegebenen Richtungen nichts anfangen. Der Grund: Das mehrere Quadratmeter große Schild ist laut Harald Strack seit dem Sturm „Eberhard“ am 10. März verdreht. Es hängt nun parallel zur Straße statt frontal. Wer auf der B 483 aus Richtung Radevormwald kommend auf den Bergischen Kreisel zu fährt, sieht daher nichts.

In einer Mail an unseren Bürgermonitor schreibt der BM-Leser: „Etwa sechs Wochen nach dem schweren Sturm findet Straßen NRW es immer noch nicht für nötig, das zur Seite gewehte Hinweisschild an der Rader Straße wieder in die richtige Position zu bringen.“ Eventuell hätten es die Streckenwärter einfach übersehen.

So sieht das Hinweisschild von vorne aus – nur steht’s seit dem 10. März in Richtung Pflitsch-Betriebsgelände. Foto: Strack

Das haben sie nicht, wie ein Mitarbeiter der Straßenmeisterei in Wipperfürth auf Anfrage unserer Redaktion versicherte. „Das Problem ist bekannt“, bestätigt er. Allerdings seien nach dem Sturm mehrere Schilder umgeweht worden oder abgesackt. „Wir arbeiten Zug um Zug daran, die Schilder wieder richtig zu stellen. Wir benötigen dafür aber auch das entsprechende Personal und die passenden Lkw“, sagte er. Drei Schilder seien bereits gedreht, zwei weitere aufgehängt worden.

Dass das an der Rader Straße bislang aber noch wieder in Richtung Radevormwald gedreht wurde, hängt vor allem mit der Größe des Wegweisers zusammen. „Das ist etwas kompliziert“, betonte der Mitarbeiter der Straßenmeisterei, die für die Beschilderung an den Bundesstraßen zuständig ist. „Dafür brauchen wir einen Lkw, einen Steiger und einen Kran, um das schwere Schild überhaupt drehen zu können.“

(büba)