Hückeswagen: Stöbern und ausruhen bei der Kulturmesse

Kultur-Haus Zach in Hückeswagen : Stöbern und ausruhen bei der Kulturmesse

Vor 15 Jahren hat der Stadtkulturverband die beliebte Veranstaltung ins Leben gerufen.

Wer eine kleine Auszeit vom Trubel auf dem Hüttenzauber brauchte, zog sich ins Kultur-Haus Zach zurück. Dort fand am Samstag und Sonntag die 22. Kulturmesse des Stadtkulturverbandes statt. Acht Künstler aus Hückeswagen und der Umgebung hatten ihre liebevoll dekorierten Stände aufgebaut, bei Kaffee, Kuchen oder einer Waffel ruhten sich die Besucher in gemütlicher Atmosphäre aus.

Die Kulturmesse hat eine lange Tradition. Eingeführt wurde sie zum 25-jährigen Bestehen des Stadtkulturverbandes 2004. „Witzigerweise fand sie auch damals schon im Kultur-Haus Zach statt – nur dass es damals ja noch kein Kultur-Haus gab“, sagte Stefan Noppenberger vom Trägerverein. Die Anfänge hatten nicht viel mit dem heutigen Programm einer Kulturmesse zu tun. „Damals ging es uns darum, den Kulturvereinen eine Möglichkeit zu geben, sich zu präsentieren“, sagte Noppenberger. Chöre oder der Theaterverein stellten ihre Arbeit vor. „In der Folge haben wir uns dafür entschieden, dass vor allem Kunsthandwerker sich präsentieren sollten. Denn davon haben wir in Hückeswagen ja eine ganze Menge“, sagte Noppenberger. Anfangs noch in unregelmäßigem Abstand, bürgerte sich bald ein, dass die Kulturmesse zum Martinsmarkt und zum Hüttenzauber stattfand.

Die Auswahl war auch zum Hüttenzauber wieder sehr ansprechend. Einige Aussteller waren schon oft dabei, wie Roswitha Scheider. Die Hückeswagenerin teilte sich den Stand mit einer Dame, die zum ersten Mal dabei war. Rosemarie Krahl hatte ihr Herz vor vielen Jahren an die Hunderasse Yorkshire Terrier verloren. Sie hatte die Hunde gezüchtet. Und sich auch Gedanken darum gemacht, was die Halter der kleinen Tiere brauchen könnten. „Ich habe hier etwa kleine Decken genäht, auf denen es sich die Hunde gemütlich machen können. Aus den USA habe ich mir eigens besonderen Stoff bestellt, aus dem ich den Hunden kleine Mäntel genäht habe. Solche Stoffe findet man hierzulande nicht“, sagte sie. Einen weiteren Artikel habe sie selbst erfunden. „Dabei handelt es sich um einen Pipischutz für den Hund. Wenn man etwa irgendwo zu Besuch ist, dann will man ja nicht, dass der Hund das Beinchen hebt.“ Ein kleiner Gurt, in den man eine Binde legen könne und ihn dem Yorkie umlege, helfe dabei, dieses Problem zu umgehen, sagte Rosemarie Krahl.

An den anderen Ständen konnten die Besucher selbstgebastelte Weihnachtsgestecke kaufen oder Filztaschen und Filzüte.