Hückeswagen: Statt Flüchtlingstreff jetzt ein Bürgercafé in der Stadtbibliothek

Neueröffnung: Statt Flüchtlingstreff jetzt ein Bürgercafé in der Stadtbibliothek

20 Bürger – Geflüchtete und Einheimische – unterhielten sich in ungezwungener Atmosphäre bei Getränken sowie Plätzchen und Kuchen. Das ist Sinn und Zweck des neuen Angebotes – ab sofort jeden Dienstag, 15 bis 18 Uhr.

Der Nachfolger des im August geschlossenen Flüchtlingstreffs in den Räumen der ehemaligen Gastronomie im Bürgerbad ist seit Dienstagnachmittag offiziell eröffnet. Das Bürgercafé, das Margareta Coenen und Kerstin Einert von der Ehrenamtsinitiative Weitblick bewusst so genannt haben, öffnete erstmals im ersten Stock der Stadtbibliothek. 20 Bürger – Geflüchtete und Einheimische – unterhielten sich in ungezwungener Atmosphäre bei Getränken sowie Plätzchen und Kuchen. „Und um sich auch gegenseitig kennenzulernen“, sagte Coenen. Denn das sei der Hauptzweck des Bürgercafés. Das betonte auch Einert: „Wenn man sich kennt, hat man auch keine Angst voreinander.“ So wolle man Vorurteilen gegenüber den Menschen aus fremden Ländern begegnen.

Das Angebot müsse sich nun etablieren und noch ein wenig herumsprechen, sagte Coenen. „Wir wollten aber noch in diesem Jahr starten, damit der zeitliche Abstand zur Schließung des Flüchtlingstreffs nicht zu groß wird.“ Der neue Name zielt genau in diese Richtung: „Der neue Treffpunkt soll alle Hückeswagener, alteingesessene und neu hinzugekommene, gleichermaßen ansprechen“ sagte Coenen. Das habe sich auch zum Ende des Flüchtlingstreffs abgezeichnet, sagte die Ehrenamtskoordinatorin. „2017 und 2018 sind immer mehr Hückeswagener gekommen.“

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Das neue Bürgercafé werde künftig immer dienstags von 15 bis 18 Uhr geöffnet sein. Wieder kommen wird auch Asia Jammo, die im November 2015 aus Syrien nach Deutschland geflohen war. Die junge Mutter von vier Kindern war zufrieden: „Es ist ein sehr schönes Angebot. Ich habe davon im Deutschkursus erfahren“, sagte sie. Sie wünsche sich, in diesem Rahmen ihre Deutschkenntnisse weiter zu vertiefen, sagte sie. „Durch das Miteinandersprechen lernt es sich viel leichter.“ Neben dem gemütlichen Beisammensein sollten künftig auch Computerplätze für Jugendliche und Erwachsene eingerichtet werden, sagte Coenen. „Die Gelder dafür sind bewilligt, sie werden kommen. Dann können etwa Praktikums- und Arbeitsbewerbungen geschrieben oder gemeinsam mit ehrenamtlichen Helfern Lebensläufe erstellt werden. „Wir suchen auch immer neue ehrenamtliche Helfer“, sagte Coenen. Zudem stehe man in enger Kooperation mit dem Bibliotheksteam um Regina Stefer und werde auch von der Stadtverwaltung unterstützt.
Kontakt Tel. 0178 5853887, E-Mail: weitblick@hueckeswagen.de

(wow)
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