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Hückeswagen: Stadtradeln - Ralf Dünner sammelt mit dem Rad Kilometer

Stadtradeln in Hückeswagen : Mit dem Rennrad Kilometer sammeln

Beim bundesweiten Stadtradeln 2020 sind seit knapp zwei Wochen auch 267 Hückeswagener aktiv. Ralf Dünner ist einer von ihnen – der 61-Jährige sammelt auf seinem Rennrad fleißig Kilometer.

Vor einigen Tagen, nach dem Start, erst hat sich Ralf Dünner beim Stadtradeln angemeldet. Der 61-Jährige war beeindruckt von der hohen Kilometerzahl, die die anderen Hückeswagener Teilnehmer bereits zusammengefahren hatten und von der er per Zufall erfahren hatte. „Es ist das erste Mal, dass ich teilnehme“, erzählt der Hückeswagener.

Koordiniert wird das Ganze von der Tourismusbeauftragten der Stadt, Heike Rösner. 2018 hatte die Schloss-Stadt erstmals an dem bundesweiten Wettbewerb für Kommunen mitgemacht und dabei bereits eine beachtliche Leistung erbracht – kreisweit hatten die Hückeswagener die meisten Kilometer erstrampelt. Noch vor den Wipperfürthern. Zu Ralf Dünner hatte Heike Rösner bereits mehrmals Kontakt – einmal, als er sich versehentlich falsch angemeldet hatte und dann noch einmal, als sie ihm erklärt hat, wie man auch ohne ein Smartphone die gefahrenen Kilometer einreichen kann. Sie nimmt ihre Aufgabe als Betreuerin ernst: „Ich freue mich einfach, wenn ich andere Leute vom Stadtradeln begeistern kann.“

Jetzt radelt Dünner, obwohl parteilos, im Team der CDU mit. „Wirklich integriert bin ich da aber nicht, ich bin da nur so reingerutscht“, sagt der 61-Jährige lachend. Aber er radelt sowieso lieber alleine oder mit seiner Frau zusammen, die er bisher allerdings noch nicht von einer Teilnahme überzeugen konnte. Momentan wartet der Hückeswagener auf besseres Wetter, um noch mehr Kilometer zu erfahren und sein neues Rennrad weiter auszuprobieren. Der „Einzelkämpfer“ hat bereits 30 Kilometer auf seinem vor drei Wochen gebraucht erworbenen Rennrad gesammelt. „Da bin ich jetzt richtig froh, dass ich das habe“, sagt Dünner. Gekauft hatte er es nämlich zunächst ganz ohne die Absicht, es im Rahmen des Stadtradelns zu nutzen.

Beruflich war der Außendienstler immer viel mit dem Auto unterwegs, als Kfz-Sachverständiger betreute er Kunden in einem großen Gebiet und musste manchmal bis zu 200 Kilometer am Tag fahren. Kein Wunder, dass er in seiner Freizeit seit jeher lieber zu Fuß oder auf dem Rad unterwegs ist. „Solange ich keine unhandlichen Gegenstände transportieren muss, mache ich alles ohne Auto“, betont Dünner.

Vom Stadtradeln ist der Neuling begeistert. Dabei stand zunächst auf der Kippe, ob es in diesem Jahr überhaupt stattfinden konnte – aufgrund der Corona-Krise hatte der Oberbergische Kreis bei der Festlegung eines Termins lange gezögert. Dass es schließlich doch geklappt hat, freut Heike Rösner sehr. „Diesmal machen sogar rund 50 Hückeswagener mehr als noch bei der ersten Veranstaltung mit“, sagt sie – und hofft, dass die Hückeswagener die Wipperfürther erneut schlagen können. „Da ist schon so ein kleiner Wettkampf angesagt“, versichert Heike Rösner schmunzelnd, selbst aktive Teilnehmerin beim Stadtradeln.

Um dieses Ziel zu schaffen, müssen Dünner und die anderen Radler aus der Schloss-Stadt aber noch kräftig in die Pedale treten. Denn obwohl die Hückeswagener Teilnehmer in der Überzahl sind, konnten sie noch nicht so viele Kilometer zurücklegen wie die Konkurrenz aus der Hansestadt. Auf die Einwohnerzahl hochgerechnet wiederum liegt die Schloss-Stadt vorne (s. Info-Kasten).

Heike Rösner ist mit dem bisherigen Ergebnis jedenfalls sehr zufrieden. Als Koordinatorin des Stadtradelns, aber auch persönlich, freut sie sich über jeden, der sein Auto stehen lässt und stattdessen das Rad nimmt.