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Hückeswagen: Stadt will altes „Hotel zur Post“ nicht zum Baudenkmal machen

AfD-Antrag in Hückeswagen : Stadt will altes „Hotel zur Post“ nicht zum Baudenkmal machen

Die Stadt wird nichts unternehmen, damit das alte Hotel zur Post an der Kreuzung Peterstraße/Goethestraße zum Baudenkmal wird. Das entschied der Stadtrat mit großer Mehrheit in dieser Woche.

Der Stadtrat lehnte einen Antrag der AfD ab, der darauf abzielte, das Gebäude unter Denkmalschutz zu stellen. Deren Fraktionschef Markus Lietza begründete das damit, dass es immerhin für 230 Jahre bewegter „Kulturgeschichte“ stehe und mit seiner Schieferfassade den „Eingang zur historischen Innenstadt“ präge. Generell, so heißt es im Antrag der AfD, setze sich die Partei für „regionale Baukultur als Leitbild für Architektur und Städtebau“ ein. Sie strebe auch deshalb den dauerhaften Erhalt des „regionaltypischen und damit eines besonders identitätsstiftenden Gebäudes“ an.

Widerspruch kam von Grünen-Sprecher Egbert Sabelek: Tatsächlich sei das Haus mit dem ehemaligen Traditionscafé im Zweiten Weltkrieg zu 50 Prozent zerstört und später auch im Inneren komplett kernsaniert worden. Von der historischen Bausubstanz sei also nicht mehr viel vorhanden, welches es für die Zukunft zu schützen gelte.

Die private Eigentümerfamilie Koppelberg hat das ehemalige Hotel und Café zur Post schon vor gut zwei Jahren verkauft, neuer Eigentümer ist die Sparkasse Radevormwald-Hückeswagen. Wie sie sich die Neunutzung des Gebäudes beziehungsweise des Grundstücks direkt neben dem Sparkassen-Gebäude vorstellt, ist nicht bekannt. Grundsätzlich denkbar ist auch ein Abriss mit Neubebauung. Den wollte die AfD mit ihrem Antrag verhindern, die Partei stand mit diesem Ansinnen im Rat aber allein auf weiter Flur.