Wöchentlich bis zu zehn Zuweisungen für Hückeswagen Stadt braucht noch mehr Wohnungen für Flüchtlinge

Hückeswagen · Die Lage in der Schloss-Stadt ist angespannt. Aktuell sind die drei Übergangsheime fast komplett belegt. Nach was die Verwaltung nun händeringend sucht.

 Die drei Sammelunterkünfte der Stadt, wie das in Scheideweg, sind weitgehend belegt.

Die drei Sammelunterkünfte der Stadt, wie das in Scheideweg, sind weitgehend belegt.

Foto: Stephan Büllesbach

Weiterhin kommen Menschen auf der Suche nach Asyl in Hückeswagen an, wöchentlich sind es aktuell bis zu zehn Personen. Das teilte Mario Moritz von der Stadtverwaltung jetzt im Sozialausschuss mit. Aus der Ukraine kommen mittlerweile nur noch vereinzelt Flüchtlinge, meist auf dem Weg des Familiennachzugs. Die übrigen haben ihre Heimat in Afghanistan, Syrien oder Afrika für ein neues Leben in Europa verlassen. „Sie kommen quasi aus aller Welt“, sagte Moritz. Inzwischen sei es wieder schwierig geworden, in der Stadt Wohnraum für alle zu finden.

Weitgehend belegt sind die Sammelunterkünfte in Scheideweg und an der Ewald-Gnau-Straße, ebenso die neueren Unterkünfte der Stadt auf dem früheren Bêché-Gelände und im ehemaligen Wohnwerk an der Peterstraße. Moritz: „Dreibettzimmer in den Unterkünften müssen jetzt auch wieder mit drei Bewohnern belegt werden, die Enge der Unterbringung sorgt natürlich für zwischenmenschliche Spannungen und also für mehr Aufwand bei der Betreuung.“ Wesentlich schwieriger sei das allerdings noch in Notunterkünften wie Turnhallen, die andere Kommunen mittlerweile wieder nutzen müssten. „In Wipperfürth ist das auch wieder ein Thema, soweit sind wir zum Glück noch nicht“, bestätigte Bürgermeister Dietmar Persian. „Aber auch wir sind mit unseren Unterbringungsmöglichkeiten am Anschlag.

Ein dringendes Anliegen der Stadt bleibt es laut Mario Moritz, die Sammelunterkünfte nur als Übergangslösung zu nutzen und die Bewohner dann in privat angemieteten Wohnungen unterzubringen. Angesichts der allgemeinen Situation auf dem Wohnungsmarkt erfordere das einen erheblichen Aufwand. Derzeit sei die Stadt deswegen unter anderem in intensiven Gesprächen mit einem großen Wohnungsvermieter in Wiehagen. Das aber „nicht die GBS“.

(bn)
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