Hückeswagen: Spezialisten referieren über Herzrhythmusstörungen

Patienteninformation: Spezialisten referieren über Herzrhythmusstörungen

Das Wermelskirchener Krankenhaus lud zu einer Informationsveranstaltung ins Hückeswagener Forum ein. 80 Gäste kamen.

Das Thema Herzgesundheit betrifft jeden Menschen. Denn nur, wenn das wohl wichtigste Organ des menschlichen Körpers einwandfrei arbeitet, kann der Mensch auch gesund und aktiv leben. Das Krankenhaus Wermelskirchen hatte deshalb zu einer Vortragsveranstaltung rund um das Thema „Herz außer Takt“ ins Forum an der Weststraße eingeladen. Dabei handelte es sich zudem auch um das Motto, das die Deutsche Herzstiftung für die bundesweiten Herzwochen gewählt hatte.

Als Schirmherr war Bürgermeister Dietmar Persian ins Forum gekommen und begrüßte zu Beginn der etwa zweistündigen Veranstaltung die etwa 80 Besucher. „Beim Herz denken wir oft an Gefühle. Um die soll es heute aber nicht gehen. Vielmehr steht das wichtigste Organ des Menschen im Mittelpunkt“, sagte Persian. Anschließend begrüßte er das Team der Inneren Medizin des Krankenhauses Wermelskirchen um den Ärztlichen Direktor Volker Launhardt, das sich in vier Vorträgen dem Thema von verschiedenen Seiten her näherte. In den vier Vorträgen betrachteten die vier Mediziner Sebastian Strehlow, Arne Scholz, Michael Kellersohn und Launhardt auf informative und leicht verständliche Art und Weise die unterschiedlichen Aspekte des Themenbereichs der Herzrhythmusstörungen.

Strehlow erklärte zunächst einmal, was genau das menschliche Herz eigentlich ist. Das etwa faustgroße Organ sei der Motor des Menschen, der während eines Menschenlebens Höchstleistungen zu erbringen habe: „Pro Tag pumpt es etwa 10.000 Liter Blut durch den Körper, das entspricht 290 Millionen Liter Blut in 80 Lebensjahren“, sagte Strehlow. Umso schlimmer sei es dann, wenn dieser Motor stottere.

Auch hier waren schon alleine die Zahlen eindrucksvoll: So mussten 2015 etwa 480.000 Menschen stationär wegen Herzrhythmusstörungen behandelt werden. Typische Symptome dieser Störungen im normalen Herzrhythmus sind dabei etwa Schwindel, Herzstolpern, Leistungsmangel oder Bewusstlosigkeit. Der Überblick, den Strehlow gab, wurde mit Schaubildern und Videos aufbereitet, so dass schnell klar wurde, worum es sich beim Vorhofflimmern handelte.

Eine Herzrhythmusstörung könne unter Umständen lebensbedrohlich sein, etwa wenn ein Schlaganfall ausgelöst werde. Scholz ging dann weiter auf das Vorhofflimmern ein. Er betrachtete das Thema vor allem in Bezug auf die unterschiedlichen Therapiemöglichkeiten. „Wem hilft was? Unterschiedliche Möglichkeiten sind etwa Blutverdünnung, Medikamente oder bis hin zum Herzschrittmacher“, sagte er. Grundsätzlich gehe es indes natürlich auch hier immer darum, dem Patienten möglichst nachhaltig zu helfen.

Wie man seinen Herzschrittmacher in Schuss hält, erklärte Kellersohn. Er behandelte etwa die Frage, welche Rolle der Patient beim „Schrittmacher-TÜV“ spiele, oder ob es sich dabei um einen rein technischen Vorgang handele.

Launhardt wiederum ging abschließend noch auf das Thema Herzrhythmusstörungen im höheren Lebensalter ein. Ein nicht unwichtiges Thema: Schließlich steige die Wahrscheinlichkeit, an Vorhofflimmern zu erkranken, mit zunehmendem Alter deutlich an.

Die Zuhörer im Forum konnten im Rahmen des Vortragsnachmittags zudem viele Fragen an die Experten stellen, die direkt vom kompetenten Team aus Wermelskirchen beantwortet wurden.

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