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Hückeswagen: Sonne, Trödel, Musik und viel gute Stimmung

Altstadtfest : Sonne, Trödel, Musik und viel gute Stimmung

Auch das 43. Altstadtfest war wieder ein großer Erfolg. Nachwuchsprobleme könnten den Vereinen künftig aber Sorgen bereiten.

Am Wochenende war es endlich wieder soweit. Das 43. Hückeswagener Altstadtfest begann mit dem inoffiziellen ersten Abend am Freitag bei eher herbstlich kühlen Temperaturen – und das zunächst mit noch eher übersichtlichem Publikumszuspruch. Aber trotzdem wurden nach dem endgültigen Aufbau der Stände auch am Freitagabend schon im kleinen Rahmen die ersten Biere, Reibekuchen oder Grillwürste genossen.

Richtig los ging es dann mit dem Treffpunkt Hückeswagen aber natürlich am Samstagmittag, nachdem morgens schon die ersten Trödler ihre Waren entlang der Häuser feilgeboten hatten. Gegen 13.30 Uhr eröffnete Bürgermeister Dietmar Persian das Traditionsfest offiziell am Schloss und wünschte allen Besuchern und Vereinen viel Spaß und gutes Gelingen. Und Samstag und Sonntag präsentierte sich auch das Wetter endlich wieder spätsommerlich mild und vor allem trocken.

Damit stand dem gemütlichen Flanieren durch die Altstadt nichts mehr im Wege. Und das wurde auch ausgiebig getan. Bezeichnend war, dass überall nur fröhliche Gesichter zu sehen waren. „Wir machen einen Zwischenstopp auf der Durchreise in Richtung Norddeutschland in Hückeswagen und haben zufällig vom Altstadtfest erfahren“, sagte ein Ehepaar aus Hessen, das vor allem überrascht davon war, wie viele Vereine mit Ständen vertreten waren. Und auch, wenn man die eine oder andere Begegnung von Menschen beobachtete, die sich teilweise lange nicht mehr gesehen hatten, wurde deutlich: Das Altstadtfest ist tatsächlich ein Fest jenseits vom Kommerz und vor allem von Hückeswagenern für Hückeswagener.

 Mit ihren Trommeln begeisterten die zweiten Klassen der Grundschule Wiehagen auf der Schlossbühne.
Mit ihren Trommeln begeisterten die zweiten Klassen der Grundschule Wiehagen auf der Schlossbühne. Foto: Moll, Jürgen (jumo)

Viel los war traditionell am Kolpingstand auf dem Schlossplatz. Dort verkaufte unter anderem die Kolpingjugend Würstchen und Pommes, aber keine frittierten Schokoriegel mehr. Die hatten im Vorjahr dann doch für den einen oder anderen irritierten Blick gesorgt. „Wir haben das in diesem Jahr nicht wieder angeboten, weil es einfach eine ziemliche Sauerei in der Zubereitung war, vor allem in Anbetracht der nur zehn Stück, die wir letztlich verkauft haben“, sagte Hannah Breidenbach von der Kolpingjugend und lachte. Es sei aber auch ein eher gewöhnungsbedürftiges Geschmackserlebnis...

Schade ist, dass immer mehr Vereine Probleme mit Nachwuchs habene, was durchaus zu einem größeren Problem für das Traditionsfest werden könnte und sich etwa beim katholischen Pfarrcäcilienchor bereits in diesem Jahr ausgewirkt hat. An den Besucherzahlen würde es indes nicht scheitern, wie sich nicht nur beim Jokebox-Konzert am Samstagabend zeigte.

Neben Trödel, Bier und Grillwurst gehörte zum Altstadtfest auch das Programm auf der Schlossbühne. Am Samstag zeigten nicht nur die Kinder der Grundschulen, was sie einstudiert hatten, etwa die Zweitklässler der GGS Wiehagen. Die präsentierten einen tollen Trommeltanz. Beswingt auch der Auftritt der Big Band Bergisch Gladbach, die mit funkigen Rhythmen für Stimmung sorgte.

Der Sonntag begann traditionell mit dem Gotteslob und dem gemeinsam gesungenen „Großer Gott wir loben dich“ – und das bei Sonnenschein und milden Temperaturen, ehe zuerst bei der Chormatinee musikalische Akzente gesetzt wurden – etwas schlecht zu verstehen allerdings –, ehe Stadtsportverbandsvorsitzender Hans Georg Breidenbach die Stunde der Sportvereine mit interessanten sportlichen Darbietungen der Sportvereine gewohnt launig moderierte.

Sonne, Trödel, Musik, gute Stimmung, jede Menge Speisen und Getränke – es stimmte alles. Und so geht auch das 43. Altstadtfest als großer Erfolg in die Stadtgeschichte ein. Man sieht sich im kommenden Jahr, beim 44. Altstadtfest am zweiten Septemberwochenende...