Hückeswagen: Sommerfest des Internationalen Treffs im Café KiWie

Internationaler Treff in Hückeswagen : Fröhliches Miteinander der Kulturen im Café KiWie

Beim Internationalen Sommerfest der Evangelischen Gemeinde im Café KiWie feierten Geflüchtete und Einheimische einträchtig.

Plötzlich erklingt Rap-Musik in Wiehagen, live gesungen von einem jungen Mann. Drumherum beim Internationalen Treff im Café KiWie am Drosselweg sitzen ältere Menschen, junge Mütter, junge Männer, Kinder auf Bierbänken. Auf einem Grill brutzeln Würstchen und Fleisch – die Stimmung ist gelöst, es wird sich in lockerer Atmosphäre unterhalten. Dabei spielt es keine Rolle, dass die Menschen, die am Mittwochnachmittag zusammengekommen sind, um auf Einladung der Evangelischen Kirchengemeinde ein Sommerfest zu feiern, aus den verschiedensten Ländern der Welt kommen. Aus Afghanistan, aus Syrien, dem Irak, aus Deutschland oder aus Eritrea.

 Wie Merid Tadesse, der wie viele andere etwas zu essen beigesteuert hat. „Es ist ein Gericht aus meiner Heimat, ein Salat. Darin sind Weißkohl und Zwiebel, dazu Möhren, Paprika und Gewürze“, sagt der junge Mann, der seit mehreren Jahren in der Schloss-Stadt eine neue Heimat gefunden hat. Währenddessen rappt Farid Sarvari auf Deutsch und Persisch zur Musik aus der Konserve.

An einem kleinen Tisch sitzt eine weißhaarige Frau zusammen mit einer Frau mit Kopftuch und unterhält sich angeregt bei einem Stück Kuchen. Währenddessen rutschen Kinder in Plastikkisten auf der Rollenrutsche herunter und jauchzen vor Freude. „So ein Sommerfest ist eine wunderbare Möglichkeit, um miteinander ins Gespräch zu kommen“, sagt Friedhelm Selbach von der Evangelischen Gemeinde. Ihn freue besonders, dass alle zum Gelingen des Fests beigetragen hätten. „Das reichhaltige Essen haben sowohl geflüchtete als auch einheimische Menschen beigesteuert. Mich hat eine über 80-jährige Frau angerufen. Sie wollte unbedingt auch etwas beisteuern. Das hat mich besonders gefreut“, versichert Selbach. Dann deutet er auf eine Dose, in der noch einige kleine Amerikaner sind, auf denen liebevoll „KiWie“ mit Zuckerguss geschrieben steht.

Die Hilfe für die Flüchtlinge habe sich in den vergangenen Jahren seit 2015 verändert, sie sei aber immer noch nötig, betont Selbach. „Aber heute geht es mehr darum, den Menschen zu helfen, eine Arbeitsstelle oder eine Wohnung zu bekommen.“ Dabei würde die Gemeinde als Ansprechpartner zur Seite stehen. „Ich bin auch sehr froh, dass die Unternehmer in Hückeswagen da so offen sind. Zwei junge Männer fangen jetzt etwa im Golfclub Dreibäumen als Greenkeeper an, ein anderer arbeitet im Café Bauer“, sagt Selbach.

 Auch Bürgermeister Dietmar Persian lobt das Engagement der Bürger in der Schloss-Stadt. „Ich finde es toll, dass die Gemeinde hier nicht nachlässt und kontinuierlich seit Jahren hilft. Das ist für uns als Stadt gut zu wissen, dass es diese Hilfe gibt“, betont er. Beim Blick ins Rund bekommt man eine gute Idee davon, dass ein Miteinander der Kulturen trotz aller Unterschiede sehr gut funktionieren kann.

(wow)
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