1. NRW
  2. Städte
  3. Hückeswagen

Hückeswagen soll fahrradfreundlicher werden

Anträge des ADFC RheinBerg-Oberberg : Anreize fürs Radfahren schaffen

Der Haupt- und Finanzausschuss diskutiert am Montag zwei Anträge des ADFC. Darin geht es darum, auf lange Sicht die Schloss-Stadt fahrradfreundlicher zu machen. Die Politik muss einige Vorschläge diskutieren.

Wird die Schloss- bald zur Rad-Stadt? Wenn es nach Alfons Herweg und Matthias Müssener geht, auf jeden Fall. Denn die leidenschaftlichen Fahrradfahrer und Mitglieder des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) wollen die Stadt in die Pflicht nehmen, für ein fahrradfreundlicheres Hückeswagen zu sorgen. Ihre zwei Bürgeranträge werden heute, Montag, im Haupt- und Finanzausschuss diskutiert.

Im Auftrag des ADFC RheinBerg-Oberberg regen sie an:
■ eine Beleuchtung der Radtrasse zwischen Pixwaag und der Bevertalstraße,
■ die Änderung der Beschilderung an der Querung der Radtrasse / B 237 bei Dörpe,
■ dass die Stadt ein Planungsbüro mit der Erstellung einer Radwege-Infrastrukturplanung beauftragt,
■ dass die Stadt Mitglied wird in der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise NRW (AGFS), und
■ dass die Stadt zur Koordination und Abstimmung des interkommunalen Radverkehrs eine Zusammenarbeit mit den umliegenden Kommunen anstrebt.

Als Begründung nennen Herweg und Müssener etwa, dass der Radverkehr innerhalb der Diskussion um den Klimawandel eine wichtige entlastende Funktion übernehmen kann. Auch spiele das Fahrrad bei der Entwicklung des ländlichen Raums eine wichtige Rolle, und es könne die Schloss-Stadt zukunftsfähiger machen. „Hückeswagen ist in seiner Verkehrsinfrastruktur seit Jahrzehnten auf den motorisierten Individualverkehr ausgerichtet“, heißt es in dem Antrag. Diese Entwicklung soll durchbrochen und dem Fahrradverkehr mehr Bedeutung zugemessen werden. So soll die Stadt Fördermittel des Bundesverkehrsministeriums abruft, das den bundesweiten Ausbau des Radverkehrs bis Ende 2023 mit 1,45 Milliarden Euro fördern will.

Die Radwege-Infrastrukturplanung soll dabei die Funktion erfüllen, die verschiedenen Wohnquartiere mit den Bereichen Arbeiten, Schule, Einkaufen und Freizeit so zu verbinden, dass es Spaß macht aufs Rad zu steigen. „Dieser Transformationsprozess wird sicherlich Jahrzehnte dauern und langen Atem erfordern“, heißt es in dem Antrag. Ein Einstieg in diese Aufgabe sei jedoch nie sinnvoller und auch nie einfacher als heute.

Der Haupt- und Finanzausschuss tagt ab 17 Uhr im Forum der Montanusschule, Weststraße 41. Zuhörer sind willkommen.

(büba)